Pau­schal­zah­lung des Bun­des für das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket

Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne kön­nen seit 2011 nach dem Recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de Bedar­fe für Bil­dung und Teil­ha­be am sozia­len und kul­tu­rel­len Leben in der Gemein­schaft neben dem Regel­be­darf bean­spru­chen. Die Krei­se und kreis­frei­en Städ­te sowie die zuge­las­se­nen kom­mu­na­len Trä­ger müs­sen dies umset­zen und finan­zie­ren. Das Bun­des­kin­der­geld­ge­setz umfasst ent­spre­chen­de Leis­tun­gen.

Pau­schal­zah­lung des Bun­des für das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ent­las­tet die kom­mu­na­len Trä­ger hier­für indi­rekt finan­zi­ell, indem sie sich in erhöh­tem Umfang an den Kos­ten der Unter­kunft und Hei­zung in der Grund­si­che­rung betei­ligt. Bis zum Jahr 2013 ist die Erhö­hung der Betei­li­gungs­quo­te mit 5,4 Pro­zent­punk­ten fest, anschlie­ßend erfolgt eine varia­ble Anpas­sung mit­tels Rechts­ver­ord­nung.

Nun­mehr hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auf eine Kla­ge der Län­der Nord­rhein-West­fa­len, Bran­den­burg und Nie­der­sa­chen Aus­gleichs­an­sprü­che der Bun­des­län­der gegen die Bun­des­re­pu­blik bestä­tigt.

Die Zah­lungs­an­sprü­che der Län­ger gegen den Bund auf Betei­li­gung an den Leis­tun­gen für Kos­ten der Unter­kunft und Hei­zung für 2014 erlo­schen nicht dadurch, dass der Bund mit ver­meint­li­chen Erstat­tungs­an­sprü­chen auf­rech­ne­te. Der Bund hat­te näm­lich kei­nen Erstat­tungs­an­spruch.

Der Bund zahl­te den Län­dern eine fixe Pau­scha­le für das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket im Jah­re 2012, die nicht nach­träg­lich wegen gerin­ge­rer hier­für getä­tig­ter Auf­wen­dun­gen zu kor­ri­gie­ren ist. Die gesetz­li­che Rege­lung sieht erst für die Leis­tun­gen ab 2013 nach­träg­li­che Kor­rek­tu­ren vor. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt konn­te sich auch nicht von der Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der gesetz­li­chen Rege­lun­gen über­zeu­gen.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 10. März 2015 – B 1 AS 1/​14 KL