Pflicht­ver­si­che­rung und die Wahl der Kran­ken­kas­se

Bei Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht hat der Betrof­fe­ne grund­sätz­lich ein Wahl­recht, jeden­falls dann, wenn inner­halb der letz­ten 18 Mona­te vor Beginn der Ver­si­che­rungs­pflicht eine Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bei einer ande­ren Kran­ken­kas­se nicht bestand.

Pflicht­ver­si­che­rung und die Wahl der Kran­ken­kas­se

Das Wahl­recht kann nicht durch die Anga­ben des Betrof­fe­nen in sei­nem Antrag auf Gewäh­rung von Arbeits­lo­sen­geld II aus­ge­übt wer­den. In der Mel­dung des Job­cen­ters an die Kran­ken­ver­si­che­rung liegt eben­falls kei­ne wirk­sa­me Wahler­klä­rung.

So die Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Streits dar­über, ob der Klä­ger zum 1.11.2006 Mit­glied der beklag­ten Kran­ken­kas­se oder der Rechts­vor­gän­ge­rin der bei­gela­de­nen Kran­ken­kas­se gewor­den ist. Der 1942 gebo­re­ne Klä­ger war bis 30.6.1988 bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se kran­ken­ver­si­chert. In der Fol­ge­zeit bestand zunächst eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung. Ab 1992 bis 31.10.2006 war er nicht kran­ken­ver­si­chert. Ab 1995 bezog er Leis­tun­gen nach dem Bun­des­so­zi­al­hil­fe­ge­setz (BSHG) bzw vom 1.1.2005 bis 31.10.2006 nach dem SGB XII. In die­sem Zeit­raum wur­de die Kran­ken­be­hand­lung gemäß § 264 SGB V von der Rechts­vor­gän­ge­rin der bei­gela­de­nen Kran­ken­kas­se sicher­ge­stellt. Der Klä­ger bean­trag­te am 20.10.2006 bei einem Job­cen­ter für die Zeit ab 1.11.2006 Leis­tun­gen nach dem SGB II. In sei­nem Antrag gab er u.a. an, bei der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen kran­ken­ver­si­chert zu sein. Mit Bescheid vom 3.11.2006 bewil­lig­te das Job­cen­ter ihm ab 1.11.2006 Arbeits­lo­sen­geld II und mel­de­te ihn bei die­ser Kran­ken­kas­se zur Durch­füh­rung der Pflicht­ver­si­che­rung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ab 1.11.2006 an.

Den mit Schrei­ben vom 7.12.2006 bei der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen gestell­ten Antrag des Klä­gers, ihn als Pflicht­mit­glied auf­zu­neh­men, lehn­te die­se mit Bescheid vom 18.1.2007 ab, weil er gemäß § 175 Abs 1 SGB V bei der Beklag­ten anzu­mel­den sei, bei der er zuletzt pflicht­ver­si­chert gewe­sen sei, denn er habe nicht bin­nen zwei Wochen der zur Mel­dung ver­pflich­te­ten Stel­le eine Mit­glied­schafts­be­schei­ni­gung einer von ihm gewähl­ten Kran­ken­kas­se vor­ge­legt. Hier­ge­gen leg­te der Klä­ger Wider­spruch ein.

Einen mit Schrei­ben vom 3.1.2007 bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se gestell­ten Antrag des Klä­gers, ihn als ver­si­che­rungs­pflich­ti­ges Mit­glied zu füh­ren, lehn­te die­se mit Bescheid vom 15.1.2007 ab, weil die bei ihr zuletzt bis 30.6.1988 bestehen­de Mit­glied­schaft been­det sei und der Klä­ger nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht am 1.11.2006 frist­ge­recht die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen gewählt habe. Ent­spre­chend einer zwi­schen Kran­ken­kas­sen­ver­bän­den und Sozi­al­hil­fe­trä­gern getrof­fe­nen Ver­ein­ba­rung könn­ten Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger, die nach § 264 SGB V Kran­ken­be­hand­lung durch eine Kran­ken­kas­se erhal­ten hät­ten, ihr Recht zur Wahl einer Kran­ken­kas­se mit dem Antrag auf Alg II gegen­über den SGB II-Sozi­al­leis­tungs­trä­gern aus­üben. Die Kran­ken­kas­sen dürf­ten sich bei einer Fehl­be­ra­tung des Trä­gers nicht auf das Ver­strei­chen der Frist zur Aus­übung des Wahl­rechts beru­fen. Der Wider­spruch des Klä­gers war erfolg­los.

Mit sei­ner Kla­ge hat der Klä­ger begehrt, die Beklag­te, hilfs­wei­se die Bei­gela­de­ne zu ver­ur­tei­len, ihn als Pflicht­mit­glied auf­zu­neh­men. Das Sozi­al­ge­richt hat fest­ge­stellt, dass der Klä­ger zum 1.11.2006 Pflicht­mit­glied der Bei­gela­de­nen gewor­den sei, und hat sie ver­pflich­tet, eine ent­spre­chen­de Mit­glieds­be­schei­ni­gung aus­zu­stel­len 1. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­der­sach­sen-Bre­men 2 hat die Beru­fung der Bei­gela­de­nen zurück­ge­wie­sen. Mit ihrer Revi­si­on rügt die Bei­gela­de­ne die Ver­let­zung des § 175 Abs 1 S 1 und Abs 3 S 1 und 2 SGB.

Nach Auf­fas­sung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts hat das Sozi­al­ge­richt Han­no­ver – zu Unrecht die Kla­ge gegen die Beklag­te abge­wie­sen, die Mit­glied­schaft des Klä­gers bei der Bei­gela­de­nen zum 1.11.2006 fest­ge­stellt und die­se ver­pflich­tet, eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung aus­zu­stel­len. Der Klä­ger ist zum 1.11.2006 Mit­glied der Beklag­ten – und nicht Mit­glied der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen – gewor­den.

Im Revi­si­ons­ver­fah­ren ist auch über die Kla­ge gegen den Bescheid der Beklag­ten vom 15.1.2007 in der Gestalt des Wider­spruchs­be­schei­des vom 25.4.2007 sowie über die gegen die Beklag­te gerich­te­te Fest­stel­lungs­kla­ge zu ent­schei­den, obwohl das Sozi­al­ge­richt die­se Kla­gen abge­wie­sen und nur auf den Hilfs­an­trag des Klä­gers die Bei­gela­de­ne gemäß § 75 Abs 5 SGG ver­ur­teilt hat und der Klä­ger selbst kein Rechts­mit­tel ein­ge­legt hat. Auf das Rechts­mit­tel des nach § 75 Abs 5 SGG Ver­ur­teil­ten ist näm­lich eben­falls über den gegen die Beklag­te gel­tend gemach­ten Anspruch zu ent­schei­den, auch wenn nur der Ver­ur­teil­te ein Rechts­mit­tel ein­ge­legt hat 3.

Die neben einer Anfech­tungs­kla­ge erho­be­ne Fest­stel­lungs­kla­ge ist gemäß § 55 Abs 1 Nr 2 SGG zuläs­sig 4. Der Klä­ger hat ein berech­tig­tes Inter­es­se an der bal­di­gen Fest­stel­lung, ob er zum 1.11.2006 Pflicht­mit­glied der Beklag­ten gewor­den ist, weil ua hier­von abhän­gen kann, bei wel­cher Kran­ken­kas­se eine Ver­si­che­rung in Zukunft fort­be­steht. Er konn­te sich auf die Erhe­bung der Anfech­tungs- und Fest­stel­lungs­kla­ge beschrän­ken, weil die Mit­glied­schaft bei einer Kran­ken­kas­se bei Vor­lie­gen ihrer Vor­aus­set­zun­gen kraft Geset­zes ein­tritt und ent­spre­chend dem Begeh­ren des Klä­gers und sei­nem gestell­ten Antrag in ers­ter Linie die Zustän­dig­keit der Beklag­ten als letz­te Kran­ken­kas­se iS von § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V umstrit­ten war. Der Erhe­bung einer Kla­ge, die Beklag­te zu ver­pflich­ten, eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung zu ertei­len, bedurf­te es des­halb nicht.

Ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten und der Vor­in­stan­zen ist der Klä­ger zum 1.11.2006 Pflicht­mit­glied der Beklag­ten gewor­den. Der Klä­ger wur­de zum 1.11.2006 gemäß § 5 Abs 1 Nr 2a SGB V in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­che­rungs­pflich­tig, weil er seit 1.11.2006 Alg II bezog. Seit die­sem Zeit­punkt war er gemäß § 186 Abs 2a SGB V Mit­glied der zustän­di­gen Kran­ken­kas­se, näm­lich der Beklag­ten.

Gemäß § 173 Abs 1 SGB V 5 sind Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge und Ver­si­che­rungs­be­rech­tig­te Mit­glie­der der von ihnen gewähl­ten Kran­ken­kas­se, soweit nichts Abwei­chen­des bestimmt ist. Bei Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht hat der Betrof­fe­ne grund­sätz­lich ein Wahl­recht, jeden­falls dann, wenn inner­halb der letz­ten 18 Mona­te vor Beginn der Ver­si­che­rungs­pflicht eine Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bei einer ande­ren Kran­ken­kas­se nicht bestand 6. Nach § 175 Abs 1 S 1 SGB V 7 ist die Aus­übung des Wahl­rechts gegen­über der gewähl­ten Kran­ken­kas­se zu erklä­ren, die nach § 175 Abs 2 SGB V nach Aus­übung des Wahl­rechts – auch bei Ein­tritt einer Ver­si­che­rungs­pflicht 8unver­züg­lich eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung aus­zu­stel­len hat. Der Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge hat der zur Mel­dung ver­pflich­te­ten Stel­le unver­züg­lich eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung vor­zu­le­gen 9. Wird die­se Beschei­ni­gung nicht spä­tes­tens zwei Wochen nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht vor­ge­legt, so hat die zur Mel­dung ver­pflich­te­te Stel­le den Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen ab Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht bei der Kran­ken­kas­se anzu­mel­den, bei der zuletzt eine Ver­si­che­rungs­pflicht bestand; bestand vor Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht kei­ne Ver­si­che­rung, hat die zur Mel­dung ver­pflich­te­te Stel­le den Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen ab Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht bei einer nach § 173 SGB V wähl­ba­ren Kran­ken­kas­se anzu­mel­den und den Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen unver­züg­lich über die gewähl­te Kran­ken­kas­se zu unter­rich­ten 10. Die Spit­zen­ver­bän­de der Orts‑, Betriebs‑, Innungs- und Ersatz­kas­sen legen gemein­sam und ein­heit­lich Regeln über die Zustän­dig­keit für die Fäl­le fest, in denen eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung nicht vor­ge­legt wird und kei­ne Mel­dung erfolgt 11.

Aus­ge­hend von die­sen Vor­schrif­ten hat­te der Klä­ger das mit dem Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht begrün­de­te Kran­ken­kas­sen­wahl­recht nicht wirk­sam aus­ge­übt. Weder hat­te er im Zusam­men­hang mit sei­nem Antrag auf Alg II wirk­sam die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen als Kran­ken­kas­se gewählt noch bewirk­ten sei­ne Erklä­run­gen gegen­über der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen im Schrei­ben vom 7.12.2006 und gegen­über der Beklag­ten im Schrei­ben vom 3.1.2007 eine wirk­sa­me Wahl der zustän­di­gen Kran­ken­kas­se. Damit war die Beklag­te für die Durch­füh­rung der Pflicht­ver­si­che­rung zum 1.11.2006 zustän­dig und der Klä­ger ihr Mit­glied gewor­den, weil er bei ihr zuletzt gesetz­lich kran­ken­ver­si­chert war.

Der Klä­ger übte sein Wahl­recht nicht durch sei­ne Anga­ben in sei­nem Antrag auf Gewäh­rung von Alg II aus. In der Mel­dung des Job­cen­ters an die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen lag eben­falls kei­ne wirk­sa­me Wahler­klä­rung.

Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Beklag­ten und der Vor­in­stan­zen wähl­te der Klä­ger mit sei­nen Anga­ben im Zusam­men­hang mit sei­nem Antrag auf Alg II nicht die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen als die für ihn zustän­di­ge Krankenkasse.Ausgehend von den nicht mit Revi­si­ons­rügen ange­grif­fe­nen und daher für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt gemäß § 163 SGG bin­den­den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts ergibt die Wür­di­gung der Erklä­run­gen des Klä­gers unter Berück­sich­ti­gung der sons­ti­gen Umstän­de 12, dass den Anga­ben des Klä­gers kei­ne zukunfts­be­zo­ge­ne­ne Ent­schei­dung über die Wahl einer Kran­ken­kas­se ent­nom­men wer­den konn­te, son­dern ledig­lich eine (Wissens)Erklärung vor­lag, zuletzt von der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen Leis­tun­gen wegen Krank­heit bezo­gen zu haben. Ein Wil­le, die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen als auch in Zukunft zustän­di­ge Kran­ken­kas­se zu wäh­len, kam dar­in nicht zum Aus­druck. Im Zusam­men­hang mit der Antrag­stel­lung hat­te der Klä­ger gegen­über einem Mit­ar­bei­ter des Job­cen­ters ledig­lich ange­ge­ben, zuletzt von die­ser Kran­ken­kas­se Leis­tun­gen wegen Krank­heit bezo­gen zu haben. Wie sich aus dem vom Lan­des­os­zi­al­ge­richt in Bezug genom­me­nen aus­ge­füll­ten For­mu­lar­an­trag des Klä­gers vom 25.10.2006 ergibt, hat­te er im Antrags­for­mu­lar die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen unter Anga­be einer Kran­ken­ver­si­che­rungs­num­mer nur auf die Fra­ge benannt, ob er in einer gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se pflicht‑, fami­li­en- oder frei­wil­lig ver­si­chert sei, ohne jedoch gleich­zei­tig zu erklä­ren, von die­ser auch in Zukunft Kran­ken­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen erhal­ten zu wol­len.

Allein in der Anmel­dung des Klä­gers bei der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen durch das Job­cen­ter lag kei­ne – ggf vom Job­cen­ter als Ver­tre­ter des Klä­gers abge­ge­be­ne – Wahler­klä­rung. Die Anmel­dung erfolg­te in Erfül­lung der dem Job­cen­ter als der mel­de­pflich­ti­gen Stel­le oblie­gen­den Pflich­ten nach § 203a SGB V bzw nach § 175 Abs 2 S 2 SGB V. Der Anmel­dung kann ohne das Hin­zu­tre­ten wei­te­rer Umstän­de nicht zusätz­lich ein Erklä­rungs­in­halt über eine zukunfts­be­zo­ge­ne Kran­ken­kas­sen­wahl eines Ver­si­cher­ten ent­nom­men wer­den. Sol­che Umstän­de kön­nen ins­be­son­de­re nicht dar­in gese­hen wer­den, dass in der Ver­gan­gen­heit auf­grund einer Bespre­chung der Ver­bän­de der Kran­ken­kas­sen zum Mel­de- und Zahl­stel­len­ver­fah­ren für die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge nach dem SGB II vom 3.11.2004 zunächst für eine Über­gangs­zeit Einig­keit bestan­den hat­te, dass in der Anga­be der bis­he­ri­gen Kran­ken­ver­si­che­rung im Antrag auf Alg II zugleich eine Kran­ken­kas­sen­wahl des Ver­si­cher­ten gese­hen wer­den soll­te und durch die Mel­dung die für die Wahl gel­ten­de Frist als gewahrt galt. Weder war die­se ver­ein­bar­te Ver­fah­rens­wei­se gesetz­lich ver­an­kert und damit rechts­ver­bind­lich (vgl § 31 SGB I) noch ist ersicht­lich – und wird von den Betei­lig­ten auch nicht behaup­tet -, dass über das Jahr 2005 hin­aus Einig­keit dar­über bestand, hier­nach und nicht nach den Grund­sät­zen der Gemein­sa­men Ver­laut­ba­rung der Spit­zen­ver­bän­de der Kran­ken­kas­sen zum Kran­ken­kas­sen­wahl­recht vom 22.11.2001 13, ins­be­son­de­re Nr 5.1 sowie 5.3.1, zu ver­fah­ren. Dem­entspre­chend hat die Beklag­te im Revi­si­ons­ver­fah­ren auch nur zur Erläu­te­rung, aus wel­chen Grün­den im For­mu­lar des Antrags auf Alg II kei­ne aus­drück­li­che Erklä­rung zur Kran­ken­kas­sen­wahl ent­hal­ten war, auf die­ses Bespre­chungs­er­geb­nis ver­wie­sen.

Nach den für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bin­den­den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts (§ 163 SGG) hat­te der Klä­ger zunächst weder gegen­über der Beklag­ten noch gegen­über der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen eine aus­drück­li­che Erklä­rung zu sei­ner Kran­ken­kas­sen­wahl abge­ge­ben. Durch sei­ne Erklä­run­gen gegen­über der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen im Schrei­ben vom 7.12.2006 und gegen­über der Beklag­ten im Schrei­ben vom 3.1.2007 konn­te er sein Wahl­recht nicht mehr wirk­sam aus­üben, weil die hier­für gel­ten­de Frist von zwei Wochen seit Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht am 1.11.2006 zum Zeit­punkt die­ser Erklä­run­gen ver­stri­chen und weder Wie­der­ein­set­zung in den vor­he­ri­gen Stand zu gewäh­ren war noch der Klä­ger nach den Grund­sät­zen des sozi­al­recht­li­chen Her­stel­lungs­an­spruchs so zu stel­len ist, als habe er sein Wahl­recht frist­ge­mäß aus­ge­übt.

Das bei Ein­tritt der Pflicht­ver­si­che­rung bestehen­de Kran­ken­kas­sen­wahl­recht nach § 175 SGB V ist spä­tes­tens zwei Wochen nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht aus­zu­üben. Dies ergibt sich seit der Ände­rung des § 175 Abs 3 S 1 SGB V vom 27.7.2001 14 zwar nicht mehr aus­drück­lich aus dem Wort­laut die­ser Vor­schrift; § 175 Abs 3 S 2 SGB V regelt jedoch für Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge mit­tel­bar, dass die Wahl bis spä­tes­tens zwei Wochen nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht erfol­gen muss, weil inner­halb die­ser Frist eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung vor­zu­le­gen ist. Nach Ablauf der zwei­wö­chi­gen Frist kann die Wahl nicht mehr wirk­sam aus­ge­übt wer­den, wie der Aus­le­gung der Rege­lung des § 175 Abs 3 S 2 SGB V unter Berück­sich­ti­gung der Sys­te­ma­tik und dem in der Ent­ste­hungs­ge­schich­te zum Aus­druck kom­men­den Zweck der Vor­schrif­ten des Kas­sen­wahl­rechts zu ent­neh­men ist 15.

Wäh­rend seit Ein­füh­rung des Kran­ken­kas­sen­wahl­rechts durch das GSG mit Wir­kung zum 1.1.1996 § 173 und § 174 SGB V die wähl­ba­ren Kran­ken­kas­sen bestimm­ten, regel­te § 175 SGB V die Aus­übung des Kas­sen­wahl­rechts sowie die Fol­gen, wenn der Ver­si­cher­te kei­ne Kran­ken­kas­se wähl­te. Nach § 175 Abs 3 S 1 SGB V aF war das Wahl­recht Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger spä­tes­tens zwei Wochen nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht aus­zu­üben. Nach Ablauf der Frist hat­te und hat die mel­de­pflich­ti­ge Stel­le den Ver­si­cher­ten bei der letz­ten Kran­ken­kas­se und, wenn eine sol­che nicht vor­han­den war, bei einer von ihr selbst zu wäh­len­den Kran­ken­kas­se anzu­mel­den. Mit den Ände­run­gen durch das Gesetz zur Neu­re­ge­lung der Kas­sen­wahl­rech­te vom 27.7.2001 14 zum 1.1.2002 wur­de Abs 3 S 1 des § 175 SGB V dahin­ge­hend gefasst, dass Ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge der zur Mel­dung ver­pflich­te­ten Stel­le unver­züg­lich eine Mel­de­be­schei­ni­gung vor­zu­le­gen haben. Wäh­rend nach der ursprüng­li­chen Fas­sung des § 175 Abs 3 S 2 SGB V nach Ablauf der Frist für die Wahl des Ver­si­cher­ten anstel­le der Wahl des Ver­si­cher­ten die Mel­de- bzw Wahl­pflicht der mel­de­pflich­ti­gen Stel­le trat 16, tritt nach der Neu­fas­sung des § 175 Abs 3 S 2 SGB V die unver­än­dert bestehen­de Mel­de­pflicht der mel­de­pflich­ti­gen Stel­le ein, wenn nicht inner­halb der zwei­wö­chi­gen Frist eine Mit­glieds­be­schei­ni­gung vor­ge­legt wird. Grund für die Neu­re­ge­lung war, durch die Ver­pflich­tung zur Vor­la­ge einer Mit­glieds­be­schei­ni­gung sicher­stel­len zu wol­len, dass Bin­dungs­fris­ten ein­ge­hal­ten wur­den, die auch bei einem Wech­sel des die Ver­si­che­rungs­pflicht begrün­den­den Lebens­sach­ver­halts und Erfül­lung eines neu­en Pflicht­ver­si­che­rungs­tat­be­stan­des gel­ten soll­ten 17. Dage­gen sind kei­ne Anhalts­punk­te ersicht­lich, dass die bis­her gel­ten­de zwei­wö­chi­ge Frist zur Aus­übung des Kran­ken­kas­sen­wahl­rechts modi­fi­ziert und das Wahl­recht nun­mehr unbe­fris­tet oder bis zur die Wahl erset­zen­den Anmel­dung durch die mel­de­pflich­ti­ge Stel­le gewährt wer­den soll­te. Grün­de für eine erwei­tern­de Aus­le­gung sind nicht ersicht­lich. Allein aus dem grund­sätz­lich bestehen­den Kran­ken­kas­sen­wahl­recht kann nicht gefol­gert wer­den, dass zu Las­ten einer kla­ren Abgren­zung der Zustän­dig­keit der Kran­ken­kas­sen durch frist­ge­bun­de­ne Wahl des Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen eine Wahl bis zur Mel­dung der mel­de­pflich­ti­gen Stel­le oder dar­über hin­aus zuläs­sig sein muss. Viel­mehr steht die­ser Aus­le­gung ent­ge­gen, dass damit eine zeit­na­he Bestim­mung der zustän­di­gen Kran­ken­kas­se erschwert wür­de.

Der Klä­ger wähl­te auch nicht des­halb wirk­sam eine Kran­ken­kas­se, weil ihm wegen der Ver­säu­mung der zwei­wö­chi­gen Frist zur Wahl gemäß § 27 SGB X Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand zu gewäh­ren ist. Es kann dahin­ste­hen, ob bei Ver­säu­mung der Frist zur Wahl der Kran­ken­kas­se durch den Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen über­haupt Wie­der­ein­set­zung nach die­ser Vor­schrift gewährt wer­den kann. Jeden­falls bestehen kei­ne Anhalts­punk­te dafür, dass der Klä­ger ohne Ver­schul­den iS von § 27 Abs 1 SGB X gehin­dert war, die Frist zur Aus­übung sei­nes Kran­ken­kas­sen­wahl­rechts ein­zu­hal­ten. Allein die Unkennt­nis der gesetz­li­chen Rege­lung des § 175 SGB V lässt das Ver­schul­den nicht ent­fal­len 18.

Auch nach den rich­ter­recht­li­chen Grund­sät­zen des sozi­al­recht­li­chen Her­stel­lungs­an­spruchs ist der Klä­ger nicht so zu stel­len, als habe er frist­ge­mäß eine ande­re als die Beklag­te als Kran­ken­kas­se gewählt mit der Fol­ge, dass die mut­maß­lich gewähl­te Kran­ken­kas­se für die Durch­füh­rung der Pflicht­ver­si­che­rung zustän­dig war. Der sozi­al­recht­li­che Her­stel­lungs­an­spruch greift bei einer dem zustän­di­gen Sozi­al­leis­tungs­trä­ger zuzu­rech­nen­den Pflicht­ver­let­zung ein, durch wel­cher dem Berech­tig­ten ein sozi­al­recht­li­cher Nach­teil oder Scha­den ent­stan­den ist 19. Es kann dahin­ste­hen, ob sich ein Sozi­al­leis­tungs­trä­ger – wie hier die Beklag­te – gegen­über einem ande­ren Trä­ger über­haupt auf die­se Grund­sät­ze beru­fen kann. Auch ist zwei­fel­haft, ob und wel­cher Nach­teil dem Klä­ger durch eine Mit­glied­schaft bei einer ande­ren als der nun­mehr zustän­di­gen Kran­ken­kas­se ent­stan­den ist und ob das Job­cen­ter ange­sichts eines feh­len­den Bera­tungs­an­trags zu einer sog Spon­tan­be­ra­tung 20 ver­pflich­tet war. Es ist näm­lich bereits nicht fest­stell­bar, dass und wel­che Kran­ken­kas­se der Klä­ger bei einem Hin­weis auf sein Wahl­recht gewählt hät­te. Wäre der Klä­ger, wie er gegen­über dem Job­cen­ter angab und dies wohl auch tat­säch­lich annahm, bei der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen zuletzt ver­si­chert gewe­sen, hät­te er ohne Aus­übung sei­nes Wahl­rechts bei die­ser Kran­ken­kas­se ange­mel­det wer­den müs­sen, sodass es für eine Mit­glied­schaft bei ihr gar kei­ner Wahl bedurf­te. Für die vom Klä­ger nun­mehr vor­ran­gig begehr­te Mit­glied­schaft bei der Beklag­ten war eben­falls kei­ne Wahler­klä­rung erfor­der­lich.

Der Klä­ger wur­de gemäß § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V iVm § 186 Abs 2a SGB V zum 1.11.2006 Mit­glied der Beklag­ten, weil er nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht kei­ne Kran­ken­kas­se wirk­sam gewählt hat­te, sodass die mel­de­pflich­ti­ge Stel­le ihn bei der Kran­ken­kas­se, bei der zuletzt eine gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung bestan­den hat­te, anzu­mel­den hat­te. Die Beklag­te und nicht die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen war die Kran­ken­kas­se, bei der zuletzt eine Kran­ken­ver­si­che­rung des Klä­gers iS von § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V bestan­den hat­te. Dass der Klä­ger unmit­tel­bar vor Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht von der Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen gemäß § 264 SGB V Leis­tun­gen erhal­ten hat­te, ist inso­weit uner­heb­lich. Eben­falls steht der Mit­glied­schaft des Klä­gers bei der Beklag­ten nicht ent­ge­gen, dass sei­ne letz­te Mit­glied­schaft bei ihr bereits vor län­ge­rer Zeit geen­det hat­te oder dass der Klä­ger zwi­schen­zeit­lich pri­vat kran­ken­ver­si­chert war.

Nach den das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bin­den­den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts war die Beklag­te die Kran­ken­kas­se, bei der der Klä­ger bis zum 30.6.1988 zuletzt in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert gewe­sen war. Zwar hat­te zuletzt vor Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht am 1.11.2006 die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen die Kran­ken­be­hand­lung gemäß § 264 Abs 1 SGB V in der Zeit über­nom­men, in der der Klä­ger Leis­tun­gen nach dem BSHG und dem SGB XII bezo­gen hat­te, bei ihr hat­te jedoch kei­ne Kran­ken­ver­si­che­rung iS von § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V bestan­den. Die Rechts­vor­gän­ge­rin der Bei­gela­de­nen erbrach­te die Kran­ken­be­hand­lung gemäß § 264 Abs 1 SGB V. Die Kran­ken­be­hand­lung von Sozi­al­hil­fe­emp­fän­gern gemäß § 264 Abs 1 SGB V erfolgt durch die Kran­ken­kas­sen auf­grund eines gesetz­li­chen Auf­trags iS von § 93 SGB X 21. Eine Ver­si­che­rung wird hier­durch indes­sen nicht begrün­det. Die Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger sind nur leis­tungs­recht­lich, nicht aber mit­glied­schafts­recht­lich den in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung Ver­si­cher­ten gleich­ge­stellt 22. Die in § 264 Abs 3 SGB V ent­hal­te­ne beson­de­re aus­drück­li­che Rege­lung eines Kran­ken­kas­sen­wahl­rechts und die Anord­nung einer ent­spre­chen­den Anwen­dung des § 175 Abs 3 S 2 SGB V bestä­tigt dies. Allein der Umstand, dass es zweck­mä­ßig sein kann, eine Ver­si­che­rung bei der bis­her Leis­tun­gen nach § 264 SGB V erbrin­gen­den Kran­ken­kas­se zu begrün­den, recht­fer­tigt es nicht, in erwei­tern­der Aus­le­gung des § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V auf das Merk­mal einer "Ver­si­che­rung" zu ver­zich­ten. Die­sem Gesichts­punkt kann näm­lich durch eine ent­spre­chen­de Wahl des bis­he­ri­gen Leis­tungs­emp­fän­gers Rech­nung getra­gen wer­den.

Der zeit­li­che Abstand zur letz­ten Ver­si­che­rung in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bei der Beklag­ten steht der Begrün­dung der Mit­glied­schaft ab 1.11.2006 nicht ent­ge­gen. Bereits nach sei­nem Wort­laut setzt § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V nicht vor­aus, dass "unmit­tel­bar" vor Ein­tritt der Pflicht­ver­si­che­rung eine Mit­glied­schaft bei einer Kran­ken­kas­se der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bestan­den haben muss. Auch der Rege­lung des § 173 Abs 2 Nr 5 SGB V, nach der eine Kran­ken­kas­se wähl­bar ist, bei der vor Beginn der Ver­si­che­rungs­pflicht oder ‑berech­ti­gung zuletzt eine Mit­glied­schaft oder Fami­li­en­ver­si­che­rung bestan­den hat, hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht ent­nom­men, dass die frü­he­re Ver­si­che­rung unmit­tel­bar vor Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht bestan­den haben muss 23. Dies ist auch nicht den Geset­zes­ma­te­ria­li­en zu ent­neh­men. Wäh­rend ursprüng­lich für den Fall, dass kei­ne Wahl des Ver­si­cher­ten erfolg­te, ledig­lich die Wahl der mel­de­pflich­ti­gen Stel­le vor­ge­se­hen war 24, wur­de auf­grund des Vor­schlags des Aus­schus­ses für Gesund­heit bei feh­len­der Wahl des Ver­si­cher­ten die Zustän­dig­keit der letz­ten Kran­ken­kas­se begrün­det 25. Damit räumt die Rege­lung bei feh­len­der Wahl des Ver­si­cher­ten dem Gesichts­punkt der Kon­ti­nui­tät der Mit­glied­schaft in einer Kran­ken­kas­se Vor­rang ein, auch wenn im Ein­zel­fall die Mit­glied­schaft über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­aus nicht bestand 26. Eine ein­schrän­ken­de Aus­le­gung dahin, dass nur eine unmit­tel­bar vor­an­ge­hen­de Mit­glied­schaft die Zustän­dig­keit der bis­he­ri­gen Kran­ken­kas­se begrün­den kann, lie­fe dem zuwi­der 27.

Schließ­lich steht der Begrün­dung der Mit­glied­schaft des Klä­gers bei der Beklag­ten nicht ent­ge­gen, dass im Anschluss an die bis zum 30.6.1988 bei ihr bestehen­de Mit­glied­schaft der Klä­ger zwi­schen­zeit­lich pri­vat kran­ken­ver­si­chert war 28. Die §§ 173 ff SGB V regeln die Kran­ken­kas­sen­wahl in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und stel­len grund­sätz­lich nicht dar­auf ab, ob und wann eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung bestand. Auch im Rah­men des § 175 Abs 3 S 2 Halbs 1 SGB V hat eine zwi­schen­zeit­li­che Ver­si­che­rung bei einem pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men kei­ne Bedeu­tung für die Fra­ge, wel­ches die letz­te (gesetz­li­che) Kran­ken­kas­se ist 29.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 21. Dezem­ber 2011 – B 12 KR 21/​10 R

  1. SG Han­no­ver, Urteil vom 13.11.2007 – S 44 KR 47/​07[]
  2. LSG Nie­der­sach­sen-Bre­men – L 4 KR 358/​07 []
  3. vgl BSG Urteil vom 03.04.1986 – 4a RJ 1/​85, Soz­Sich 1987, 30 f unter Hin­weis auf BSG SozR 2200 § 1237a Nr 16[]
  4. vgl bereits BSG SozR 4 – 2500 § 175 Nr 1 RdNr 5[]
  5. in der hier anwend­ba­ren Fas­sung des Geset­zes zur Reform der Arbeits­för­de­rung vom 24.3.1997, BGBl I 594[]
  6. vgl § 175 Abs 2 S 2 SGB V idF des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung der Kas­sen­wahl­rech­te vom 27.07.2001, BGBl I 1946; vgl auch BSG SozR 4 – 2500 § 175 Nr 2 RdNr 20[]
  7. in der seit 1.1.1996 gel­ten­den Fas­sung des Gesund­heits­struk­tur­ge­set­zes, GSG, vom 21.12.1992, BGBl I 2266[]
  8. § 175 Abs 2 S 3 SGB V, ein­ge­fügt durch das Gesetz vom 27.07.2001, aaO[]
  9. § 175 Abs 3 S 1 SGB V idF vom 27.07.2001, aaO[]
  10. § 175 Abs 3 S 2 SGB V idF vom 27.07.2001, aaO[]
  11. § 175 Abs 3 S 3 SGB V idF vom 27.07.2001, aaO[]
  12. vgl zur zuläs­si­gen Aus­le­gung von Anträ­gen durch das Revi­si­ons­ge­richt all­ge­mein BSG SozR 3 – 2200 § 1150 Nr 5 S 24[]
  13. Die Bei­trä­ge 2002, 351 ff[]
  14. aaO[][]
  15. so wohl auch K. Peters in Kass­Komm, Stand der Ein­zel­kom­men­tie­rung April 2009, § 175 SGB V RdNr 24 f; vgl auch Blö­cher in juris­PK-SGB V, 2008, § 175 SGB V RdNr 42; Sonn­hoff in Hauck/​Noftz, SGB V, Stand der Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2010, K § 175 RdNr 29 f; LSG Baden-Würt­tem­berg, Urteil vom 18.10.2002 – L 4 KR 2083/​01; aA wohl Bai­er in Kraus­kopf, SozKV-PV, Stand der Ein­zel­kom­men­tie­rung Juli 2009, § 175 SGB V RdNr 20[]
  16. vgl BSGE 83, 48, 49 f = SozR 3 – 2500 § 175 Nr 2[]
  17. vgl Geset­zes­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und Bünd­nis 90/​Die Grü­nen zum Gesetz zur Neu­re­ge­lung der Kran­ken­kas­sen­wahl­rech­te, BT-Drucks 14/​5957 S 5 zu Art 1 Nr 1 Buchst b; BSG SozR 4 – 2500 § 175 Nr 2 RdNr 23[]
  18. vgl all­ge­mein zB BSG SozR 4 – 1200 § 14 Nr 13 RdNr 24 mwN[]
  19. vgl zu den Vor­aus­set­zun­gen näher zB BSGE 106, 296 = SozR 4 – 2500 § 50 Nr 2, RdNr 17[]
  20. vgl hier­zu all­ge­mein BSGE 106, 296 = SozR 4 – 2500 § 50 Nr 2, RdNr 19[]
  21. vgl BSGE 101, 42 = SozR 4 – 2500 § 264 Nr 1, RdNr 11; zuletzt BSG SozR 4 – 2500 § 264 Nr 3 RdNr 12 mwN[]
  22. vgl BSGE 101, 42 = SozR 4 – 2500 § 264 Nr 1, RdNr 14[]
  23. vgl BSG SozR 3 – 2500 § 173 Nr 3 S 5[]
  24. vgl Ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/​CSU, SPD und FDP zum GSG, BT-Drucks 12/​3608 S 25, 113, zu § 175[]
  25. vgl Beschluss­emp­feh­lung BT-Drucks 12/​3930 S 63 und Bericht BT-Drucks 12/​3937 S 17[]
  26. vgl BSG SozR 3 – 2500 § 173 Nr 3 S 6[]
  27. so auch Bai­er, aaO, § 175 SGB V RdNr 21[]
  28. so all­ge­mein auch K. Peters, aaO, § 175 SGB V RdNr 25[]
  29. vgl erneut BSG SozR 3 – 2500 § 173 Nr 3 S 5 sowie BSGE 107, 177 = SozR 4 – 2500 § 5 Nr 13, RdNr 15 ff[]