Radio­jodthe­ra­pie in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen müs­sen voll­sta­tio­nä­re Radio­jodthe­ra­pi­en leis­ten.

Radio­jodthe­ra­pie in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

In dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall behan­del­te das Kran­ken­haus die an einer mehr­kno­ti­gen Schild­drü­sen­ver­grö­ße­rung lei­den­de, bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se Ver­si­cher­te mit einer medi­zi­nisch erfor­der­li­chen Radio­jodthe­ra­pie voll­sta­tio­när, wie strah­len­schutz­recht­lich gebo­ten. Die beklag­te Kauf­män­ni­sche Kran­ken­kas­se lehn­te eine Ver­gü­tung ab, da ledig­lich Strah­len­schutz im All­ge­mein­in­ter­es­se die voll­sta­tio­nä­re Behand­lung erzwin­ge. Das Sozi­al­ge­richt hat die Kran­ken­kas­se zur Bezah­lung ver­ur­teilt, das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die hier­ge­gen gerich­te­te Revi­son der Kran­ken­kas­se zurück­ge­wie­sen:

Das Kran­ken­haus hat Anspruch auf 2.836,39 Euro Ver­gü­tung. Die voll­sta­tio­nä­re Behand­lung der Ver­si­cher­ten war im Rechts­sin­ne aus allein medi­zi­ni­schen Grün­den erfor­der­lich. Hier­für genügt es, dass die Ver­si­cher­te medi­zi­nisch die­ser The­ra­pie bedurf­te und sie strah­len­schutz­recht­lich nur sta­tio­när erbracht wer­den darf.

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Ureilt vom 17. Novem­ber 2015 – B 1 KR 18/​15 R