Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung in der Ren­ten­be­rech­nung

Die durch das RV-Nach­hal­tig­keits­ge­setz von 2004 ein­ge­führ­ten Rege­lun­gen sind ver­fas­sungs­ge­mäß. Sie sind ins­be­son­de­re auch mit dem Gleich­heits­satz ver­ein­bar. Der Gesetz­ge­ber durf­te bei der Bewer­tung der ent­spre­chen­den bei­trags­frei­en Zei­ten berück­sich­ti­gen, dass Absol­ven­ten einer Schul- bzw Hoch­schul­aus­bil­dung typi­scher­wei­se über ein höhe­res Ein­kom­men ver­fü­gen als die Ver­gleichs­grup­pe der­je­ni­gen, die eine Fach­schu­le besucht oder an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me teil­ge­nom­men haben. Für die neue Rechts­la­ge war auch eine aus­rei­chen­de Über­gangs­re­ge­lung vor­ge­se­hen. Der Aus­schluss einer Bewer­tung von Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung bewirkt zudem für Bezie­her von Ren­ten wegen Erwerbs­min­de­rung kei­ne Benach­tei­li­gung wegen ihrer Behin­de­rung, auch wenn die Aus­wir­kun­gen die­ser Rege­lung typi­scher­wei­se bei ihnen gewich­ti­ger sind als bei Alters­rent­nern.

Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung in der Ren­ten­be­rech­nung

Im hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ist die ange­foch­te­ne Fest­set­zung der Ren­ten­hö­he recht­mä­ßig. Sie ent­spricht den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen und ver­stößt nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht.

Streit besteht hier allein über den Gesamt­be­trag an Ent­gelt­punk­ten, der sich aus den 36 Mona­ten Anrech­nungs­zei­ten des Klä­gers wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung inner­halb der drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­dau­er ergibt. Vom Klä­ger nicht ange­grif­fen ist die Nicht­be­wer­tung der über die­sen Zeit­raum hin­aus­ge­hen­den Zeit sei­ner Hoch­schul­aus­bil­dung. Für die von ihm ange­streb­te Höher­be­wer­tung sei­ner Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung gibt es kei­ne gesetz­li­che Grund­la­ge. Viel­mehr hat die Beklag­te zutref­fend § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI in der ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung des RVNG vom 21.7.2004 [1] ange­wandt und die Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung bei einem Ren­ten­be­ginn am 1.3.2007 zu Recht (nur) mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te (Ost) je Kalen­der­mo­nat ren­ten­er­hö­hend bewer­tet.

Gemäß § 64 SGB VI ist der Monats­be­trag der Ren­te das Pro­dukt aus den unter Berück­sich­ti­gung des Zugangs­fak­tors ermit­tel­ten per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­ten, dem Ren­ten­art­fak­tor und dem aktu­el­len Ren­ten­wert. Die genann­ten Fak­to­ren sind mit ihrem Wert bei Ren­ten­be­ginn mit­ein­an­der zu ver­viel­fäl­ti­gen.

Die per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­te für die Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te errech­nen sich aus der Sum­me aller Ent­gelt­punk­te u.a. auch für bei­trags­freie Zei­ten (§ 66 Abs 1 Nr 2 SGB VI).

Aus im Bei­tritts­ge­biet zurück­ge­leg­ten Zei­ten wer­den gemäß § 254b Abs 1 SGB VI für die Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te per­sön­li­che Ent­gelt­punk­te (Ost) und ein aktu­el­ler Ren­ten­wert (Ost) gebil­det. Für bei­trags­freie Zei­ten wer­den die nach der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung ermit­tel­ten Ent­gelt­punk­te in dem Ver­hält­nis als Ent­gelt­punk­te (Ost) berück­sich­tigt, in dem die für die Ermitt­lung des Gesamt­leis­tungs­werts zugrun­de geleg­ten Ent­gelt­punk­te (Ost) zu allen zugrun­de geleg­ten Ent­gelt­punk­te ste­hen (§ 263a Satz 1 SGB VI).

Zu den bei­trags­frei­en Zei­ten (§ 54 Abs 4 SGB VI) zäh­len auch Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung (§ 58 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB VI). Gemäß § 58 Abs 1 Satz 1 SGB VI in der hier maß­geb­li­chen, ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung sind Anrech­nungs­zei­ten u.a. Zei­ten, in denen Ver­si­cher­te nach dem voll­ende­ten 17. Lebens­jahr eine Schu­le, Fach­schu­le oder Hoch­schu­le besucht oder an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me teil­ge­nom­men haben (Zei­ten einer schu­li­schen Aus­bil­dung), ins­ge­samt jedoch höchs­tens bis zu acht Jah­ren. Dem­entspre­chend hat die Beklag­te im Ver­si­che­rungs­ver­lauf des ange­foch­te­nen Ren­ten­be­scheids die Zei­ten der Schul­aus­bil­dung des Klä­gers vom 1.11.1964 bis 31.8.1967 (inklu­si­ve Über­brü­ckungs­zeit) sowie die Zei­ten der Hoch­schul­aus­bil­dung vom 1.9.1967 bis 16.7.1971 berück­sich­tigt.

Bei­trags­freie Zei­ten sind mit dem aus der Gesamt­leis­tung an Bei­trä­gen im bele­gungs­fä­hi­gen Gesamt­zeit­raum erziel­ten Durch­schnitts­wert (= Entgeltpunkte/​Monat) zu bewer­ten (§ 71 Abs 1 Satz 1 SGB VI), der ent­we­der im Rah­men der Grund­be­wer­tung nach § 72 Abs 1 SGB VI auf der Grund­la­ge sämt­li­cher Ent­gelt­punk­te für Bei­trags­zei­ten (Zei­ten mit voll­wer­ti­gen Bei­trä­gen und bei­trags­ge­min­der­te Zei­ten) und Berück­sich­ti­gungs­zei­ten oder – falls für den Ver­si­cher­ten güns­ti­ger – im Rah­men der Ver­gleichs­be­wer­tung nach § 73 SGB VI auf der Grund­la­ge nur der voll­wer­ti­gen Bei­trä­ge und daher ins­be­son­de­re ohne bei­trags­ge­min­der­te Zei­ten zu ermit­teln ist (§ 71 Abs 1 Satz 2 SGB VI). Vor­lie­gend ergab sich ein Durch­schnitts­wert aus der Grund­be­wer­tung von 0,0746 Ent­gelt­punk­te und der­sel­be Wert aus der Ver­gleichs­be­wer­tung. Anhalts­punk­te für eine Unrich­tig­keit die­ser Wer­te sind nicht erkenn­bar; sol­che wur­den auch vom Klä­ger nicht vor­ge­bracht. Zutref­fend hat die Beklag­te daher der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung den zuletzt genann­ten iden­ti­schen Durch­schnitts­wert aus der Grund- bzw Ver­gleichs­be­wer­tung zugrun­de gelegt.

Im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung fin­det aller­dings gemäß § 74 SGB VI in der hier maß­geb­li­chen, ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung des RVNG eine Begren­zung statt (sog begrenz­te Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung). Gemäß § 74 Satz 1 und 2 SGB VI wird der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Zei­ten einer beruf­li­chen Aus­bil­dung, Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me auf 75 vH begrenzt; der so begrenz­te Gesamt­leis­tungs­wert darf für einen Kalen­der­mo­nat 0,0625 Ent­gelt­punk­te nicht über­stei­gen. Aus­bil­dungs­zei­ten der genann­ten Art wer­den gemäß § 74 Satz 3 SGB VI ins­ge­samt für höchs­tens drei Jah­re "bewer­tet" (dh sie wir­ken sich für höchs­tens drei Jah­re unmit­tel­bar ren­ten­er­hö­hend aus), vor­ran­gig die Zei­ten der Fach­schul­aus­bil­dung und der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me. Gemäß § 74 Satz 4 SGB VI wer­den u.a. Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nicht bewer­tet.

Für Ren­ten­neu­zu­gän­ge der Jah­re 2005 bis 2008, zu denen der Klä­ger gehört, hat der Gesetz­ge­ber des RVNG hin­sicht­lich der Bewer­tung von Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung in § 263 Abs 3 SGB VI aus Grün­den des Ver­trau­ens­schut­zes eine Über­gangs­re­ge­lung getrof­fen [2].

Gemäß § 263 Abs 3 Satz 1 und 2 SGB VI wird der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Anrech­nungs­zei­ten wegen einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung auf 75 vH begrenzt; der so begrenz­te Gesamt­leis­tungs­wert darf für einen Kalen­der­mo­nat 0,0625 Ent­gelt­punk­te nicht über­stei­gen. Für Ren­ten, die im Zeit­raum von Febru­ar 2005 bis Dezem­ber 2008 begin­nen, wird gemäß § 263 Abs 3 Satz 3 und 4 SGB VI der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung abwei­chend von § 74 Satz 4 SGB VI ins­ge­samt für höchs­tens drei Jah­re (unter Anrech­nung von Zei­ten einer Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me) gleich­wohl ren­ten­er­hö­hend berück­sich­tigt, jedoch in Abhän­gig­keit vom Ren­ten­be­ginn nicht mit 75 vH bzw (höchs­tens) 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat, son­dern mit einem sich stu­fen­wei­se in monat­li­chen Schrit­ten von 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te min­dern­den und sich aus der Tabel­le des § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI erge­ben­den nied­ri­ge­ren Pro­zent­wert bzw Ent­gelt­punk­te-Wert.

Beginnt die Ren­te aller­dings im Janu­ar 2009 oder spä­ter, wer­den Zei­ten der Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nicht mehr bewer­tet, dh sie erhal­ten kei­ne Ent­gelt­punk­te und haben inso­weit kei­ne ren­ten­er­hö­hen­de Wir­kung mehr.

Das bedeu­tet jedoch nicht, dass den Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nach dem voll­ende­ten 17. Lebens­jahr für die gesetz­li­che Ren­te kei­ner­lei Bedeu­tung mehr zukä­me. Denn zum einen bleibt deren ren­ten­be­grün­den­de Wir­kung erhal­ten: Dies zeigt sich nicht nur bei den Ren­ten wegen Erwerbs­min­de­rung (wo Anrech­nungs­zei­ten den Zeit­raum von fünf Jah­ren vor Ein­tritt der Erwerbs­min­de­rung, von denen drei Jah­re mit Pflicht­bei­trä­gen für eine ver­si­cher­te Beschäf­ti­gung oder Tätig­keit belegt sein müs­sen, ver­län­gern, § 43 Abs 1 Satz 1 Nr 2, Abs 2 Satz 1 Nr 2 iVm Abs 4 Nr 1 und Nr 4 SGB VI), son­dern (nach § 50 Abs 4 iVm § 51 Abs 3, § 54 Abs 1 Nr 2 und Abs 4 SGB VI) auch bei der Anrech­nung auf die 35-jäh­ri­ge War­te­zeit für die (vor­zei­ti­ge Inan­spruch­nah­me der) Alters­ren­ten für lang­jäh­rig Ver­si­cher­te (§ 36 SGB VI) bzw für schwer­be­hin­der­te Men­schen (§ 37 SGB VI). Zum ande­ren wir­ken sich Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung auch künf­tig dadurch ren­ten­er­hö­hend aus, dass sie im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung als "nicht bele­gungs­fä­hi­ge Kalen­der­mo­na­te" berück­sich­tigt wer­den und inso­weit eine Ver­si­che­rungs­lü­cken schlie­ßen­de Funk­ti­on haben (§ 72 Abs 3 Nr 1 iVm § 54 Abs 4 SGB VI) [3].

Die Beklag­te hat in Anwen­dung der erläu­ter­ten Vor­schrif­ten die Zei­ten des Klä­gers wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Rah­men der Höchst­dau­er von drei Jah­ren zutref­fend mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te für jeden Kalen­der­mo­nat bewer­tet. Nach Mul­ti­pli­ka­ti­on mit 36 Mona­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung im drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­zeit­raum zwi­schen 1.11.1964 und 31.10.1967 erge­ben sich 0,9216 Ent­gelt­punk­te (Ost). Die­sen Ent­gelt­punk­te-Wert für die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung hat die Beklag­te bei der Ren­ten­be­rech­nung (Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te) des Klä­gers berück­sich­tigt.

Der Auf­fas­sung des Klä­gers, die Begren­zung des Gesamt­leis­tungs­werts für Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung durch § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 SGB VI (jeweils idF des RVNG) sei ver­fas­sungs­wid­rig, kann nicht gefolgt wer­den. Viel­mehr ist das Bun­des­so­zi­al­ge­richt der Auf­fas­sung, dass die­se Vor­schrif­ten mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar sind. Sie ver­sto­ßen weder gegen Art 14 Abs 1 noch gegen Art 3 Abs 1 GG und auch nicht gegen das Sozi­al­staats­prin­zip. Er hat daher kei­ne Ver­an­las­sung, gemäß Art 100 Abs 1 GG eine Ent­schei­dung des BVerfG über die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen her­bei­zu­füh­ren.

Eine Ver­let­zung des Art 14 Abs 1 GG liegt nicht vor. Die vom Klä­ger in der Zeit bis zum Inkraft­tre­ten der ange­grif­fe­nen Nor­men erwor­be­ne Ren­ten­an­wart­schaft wird vom Schutz­be­reich die­ser Ver­fas­sungs­norm erfasst [4]. Es han­delt sich um eine ver­mö­gens­wer­te Rechts­po­si­ti­on, die nach Art eines Aus­schließ­lich­keits­rechts dem Rechts­trä­ger als pri­vat­nüt­zig zuge­ord­net ist; sie genießt den Schutz der Eigen­tums­ga­ran­tie, weil sie auf nicht uner­heb­li­chen Eigen­leis­tun­gen des Ver­si­cher­ten beruht und zudem der Siche­rung sei­ner Exis­tenz dient [5]. Für Ren­ten­an­wart­schaf­ten, die in der DDR begrün­det wur­den, gilt dies mit der Ein­schrän­kung, dass Art 14 Abs 1 GG sie nur in der Form schützt, die sie auf­grund der Rege­lun­gen des Eini­gungs­ver­trags erhal­ten haben [6]. Dabei ist auf die ren­ten­ver­si­che­rungs­recht­li­che Posi­ti­on ins­ge­samt abzu­stel­len und nicht auf ein­zel­ne Berech­nungs­ele­men­te [7] wie hier die Bewer­tung von Zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung als Anrech­nungs­zei­ten.

Die Rechts­än­de­rung hat die Ren­ten­an­wart­schaft des Klä­gers beein­träch­tigt. Wäh­rend nach den bis zum 31.12.2004 gel­ten­den Bestim­mun­gen der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung nach Voll­endung des 17. Lebens­jah­res für jeden Kalen­der­mo­nat auf 75 vH begrenzt war und für die Dau­er von drei Jah­ren noch mit (höchs­tens) 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat ren­ten­er­hö­hend berück­sich­tigt wer­den konn­te (§ 74 Satz 1, 2 und 4 SGB VI in der bis zum 31.12.2004 gel­ten­den Fas­sung), wer­den nach der Neu­re­ge­lung durch das RVNG Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung (für Ren­ten­zu­gän­ge ab 2009) über­haupt nicht mehr bewer­tet (§ 74 Satz 4 SGB VI idF des RVNG). Eines der Zie­le des Gesetz­ge­bers war es, all­ge­mei­ne Schul­zei­ten sowie Fach­hoch­schul- und Hoch­schul­zei­ten (im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung) nur noch bis zu acht Jah­ren als (Ver­si­che­rungs­lü­cken fül­len­de) "unbe­wer­te­te" (dh nicht ren­ten­er­hö­hen­de) Anrech­nungs­zei­ten zu berück­sich­ti­gen [8]. Über­gangs­wei­se galt für die Ren­ten­neu­zu­gän­ge 2005 bis 2008 eine Abschmel­zung des begrenz­ten Gesamt­leis­tungs­werts um jeweils 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat, begin­nend mit 75 vH bzw 0,0625 Ent­gelt­punk­te bei einem Ren­ten­zu­gang im Janu­ar 2005 und endend mit 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te bei einem Ren­ten­zu­gang im Dezem­ber 2008 (§ 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI idF des RVNG). Hier­von wird auch der Klä­ger erfasst, da sei­ne Ren­te am 1.3.2007 begann und daher sei­ne Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Rah­men der drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­dau­er je Kalen­der­mo­nat (nur) mit 0,0286 Ent­gelt­punk­te (Ost) zu berück­sich­ti­gen sind.

Soweit dadurch in die bis dahin vor­han­de­ne Rechts­po­si­ti­on des Klä­gers ein­ge­grif­fen wur­de, han­delt es sich um eine ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­si­ge gesetz­ge­be­ri­sche Bestim­mung von Inhalt und Schran­ken des Eigen­tums iS von Art 14 Abs 1 Satz 2 GG. Der Gesetz­ge­ber hat­te hier nicht nur des­we­gen eine beson­ders gro­ße Gestal­tungs­frei­heit, weil bei Ren­ten­an­wart­schaf­ten die Mög­lich­keit von Ände­run­gen in gewis­sen Gren­zen bereits von vorn­her­ein ange­legt ist [9], son­dern auch, weil es hier um die Begren­zung von Posi­tio­nen ging, die Aus­druck beson­de­rer Ver­güns­ti­gun­gen waren. Denn Anrech­nungs­zei­ten beru­hen – da ohne eige­ne Bei­trags­leis­tung erwor­ben – über­wie­gend auf staat­li­cher Gewäh­rung und sind somit Aus­druck beson­de­rer staat­li­cher Für­sor­ge [10]. Sie sind zwar Bestand­teil der Ren­ten­an­wart­schaft und unter­lie­gen damit dem Bestands­schutz des Art 14 Abs 1 GG; es han­delt sich jedoch um einen abge­lei­te­ten Eigen­tums­schutz von gerin­ge­rer Inten­si­tät. Eben­so wie es im Gestal­tungs­spiel­raum des Gesetz­ge­bers lag, die­se Zei­ten als ein Ele­ment des sozia­len Aus­gleichs für die mit der Aus­bil­dung für den Ein­zel­nen ver­bun­de­ne Min­de­rung sei­ner sozia­len Sicher­heit vor­zu­se­hen [11], ist es ihm auch über­las­sen, ob und inwie­weit er die­sen Aus­gleich wei­ter­ge­wäh­ren will.

Aller­dings sind Ein­grif­fe in Ren­ten­an­wart­schaf­ten nur zuläs­sig, wenn sie einem Gemein­wohl­zweck die­nen und ver­hält­nis­mä­ßig sind [12]. Sie müs­sen zur Errei­chung des ange­streb­ten Ziels geeig­net und erfor­der­lich sein. Ins­be­son­de­re dür­fen sie den Betrof­fe­nen nicht über­mä­ßig belas­ten und für ihn des­we­gen unzu­mut­bar sein [13]. Die­sen Anfor­de­run­gen genü­gen die hier vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI (jeweils idF des RVNG).

Mit den durch das RVNG vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men soll­ten vor dem Hin­ter­grund der sich "immer deut­li­cher abzeich­nen­den Aus­wir­kun­gen" des sich ver­än­dern­den demo­gra­fi­schen Auf­baus der Bevöl­ke­rung und "einer schwie­ri­gen finan­zi­el­len Situa­ti­on" der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung "die Bei­trä­ge lang­fris­tig bezahl­bar und die Ren­ten so sicher gemacht wer­den, wie das in einer sich stän­dig ver­än­dern­den Gesell­schaft mög­lich ist" [14]. Richt­schnur war dabei der "Grund­satz der Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit". Die Jün­ge­ren soll­ten nicht durch zu hohe Bei­trä­ge über­for­dert ("erdrückt") wer­den, da nur mit "ver­kraft­ba­ren Bei­trä­gen zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung" der Spiel­raum geschaf­fen wer­de, der erfor­der­lich sei, um eigen­ver­ant­wort­lich ergän­zen­de Alters­vor­sor­ge betrei­ben zu kön­nen. Gleich­zei­tig soll­te das Ver­trau­en der Älte­ren in das Funk­tio­nie­ren der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung erhal­ten blei­ben.

Zu den im Rah­men eines Gesamt­pa­kets vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men, die zur Sta­bi­li­sie­rung des Bei­trags­sat­zes und lang­fris­ti­gen Siche­rung der Finanz­grund­la­gen der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung bei­tra­gen soll­ten [15], gehör­te als "mit­tel- und lang­fris­tig wir­ken­de" Maß­nah­me [16] die Abschaf­fung der Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung (mit Aus­nah­me der Zei­ten des Fach­schul­be­suchs und der Teil­nah­me an berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men) als ren­ten­stei­gern­de Anrech­nungs­zei­ten nach einer vier­jäh­ri­gen Über­gangs­frist für Ren­ten­neu­zu­gän­ge ab 2009 [17].

Zur Errei­chung die­ser weit­rei­chen­den Zie­le war die gesetz­li­che Neu­re­ge­lung in § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI geeig­net. Der erziel­te Spar­ef­fekt ist nicht ledig­lich mar­gi­nal [18]. Die Ein­spa­run­gen aus dem Weg­fall der bewer­te­ten (ren­ten­stei­gern­den) Anrech­nungs­zei­ten wegen Fach­hoch­schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung wer­den auf lang­fris­tig rund 200 Mio Euro/​Jahr geschätzt. Hin­zu kommt die Ein­spa­rung aus dem Weg­fall der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen (all­ge­mei­ner) Schul­aus­bil­dung. Ins­ge­samt wird vom Weg­fall der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung lang­fris­tig ein Ein­spar­vo­lu­men von 0,1 Bei­trags­satz­punk­ten erwar­tet [19].

Unter die­sen Umstän­den kann auch die Erfor­der­lich­keit die­ser Maß­nah­me nicht ver­neint wer­den. Sie wür­de nur dann feh­len, wenn evi­dent wäre, dass die ange­streb­te Ein­spa­rung und Kon­so­li­die­rung mit weni­ger ein­schnei­den­den Mit­teln hät­te erreicht wer­den kön­nen [20]. Der Gesetz­ge­ber war unter dem Gesichts­punkt des Erfor­der­lich­keits­grund­sat­zes nicht ver­pflich­tet, auf ande­re Maß­nah­men aus­zu­wei­chen. So z.B. etwa auf die vom Ver­band Deut­scher Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger vor­ge­schla­ge­ne Min­de­rung der Höchst­be­wer­tung für alle schu­li­schen Aus­bil­dungs­zei­ten von bis­her 75 vH des Durch­schnitts­ver­diensts auf 60 vH des Durch­schnitts­ver­diensts [21]; der Gesetz­ge­ber kann ins­be­son­de­re nicht dar­auf ver­wie­sen wer­den, die mit § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI ver­folg­ten Ein­spa­run­gen in ande­ren Berei­chen des Sys­tems der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung zu erzie­len [22].

Die zur Prü­fung der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit im enge­ren Sin­ne erfor­der­li­che Abwä­gung ergibt, dass das öffent­li­che Inter­es­se an dem Inkraft­tre­ten der ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des RVNG das Inter­es­se der Betrof­fe­nen an dem Fort­be­stehen der güns­ti­ge­ren Bewer­tung ihrer Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung nach altem Recht über­wiegt.

Soweit der Ren­ten­an­wart­schaft des Klä­gers eine höhe­re, über die ver­si­cher­ten Arbeits­ent­gel­te hin­aus­ge­hen­de ren­ten­recht­li­che Bewer­tung der Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung zugrun­de liegt, beruht sie nicht auf sei­ner eige­nen Bei­trags­leis­tung. Ist es aber zur Siche­rung der Finanz­grund­la­gen und zum Erhalt der Funk­ti­ons- und Leis­tungs­fä­hig­keit der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gebo­ten, ren­ten­recht­li­che Posi­tio­nen zu ver­än­dern, so kann der sozia­le Bezug, der dem Gesetz­ge­ber grö­ße­re Gestal­tungs­frei­heit bei Ein­grif­fen gibt, die­sen berech­ti­gen, in Abwä­gung zwi­schen Leis­tun­gen an Ver­si­cher­te und Belas­tun­gen der Soli­dar­ge­mein­schaft vor allem jene Posi­tio­nen zu kür­zen, die Aus­druck einer beson­de­ren Ver­güns­ti­gung sind [23]. Denn eine durch ein­kom­mens­be­zo­ge­ne Bei­trags­zah­lun­gen begrün­de­te ren­ten­recht­li­che Posi­ti­on genießt einen höhe­ren Schutz gegen staat­li­che Ein­grif­fe als eine Anwart­schaft, soweit sie nicht auf Bei­trags­leis­tun­gen beruht [24].

Dies ist hier in Bezug auf die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung der Fall. Die Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung begrün­det als sol­che allein noch kei­nen per­so­na­len Bezug zur Ren­ten­ver­si­che­rung. Sie stellt für sich genom­men unter ver­fas­sungs­recht­li­chen Gesichts­punk­ten kei­ne Eigen­leis­tung des Ver­si­cher­ten dar, die der Ren­ten­ver­si­che­rung zugu­te kommt, son­dern dient sei­ner eige­nen Qua­li­fi­zie­rung und liegt in sei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich [25].

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt teilt nicht die Auf­fas­sung, schu­li­sche Aus­bil­dungs­zei­ten unter­lä­gen als not­wen­di­ge Vor­leis­tun­gen für Ren­ten aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung einem höhe­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz [26]. Dies ist auch nicht die Sicht­wei­se des BVerfG. Denn die Höhe der Ren­te rich­tet sich vor allem nach der Höhe der wäh­rend des Ver­si­che­rungs­le­bens durch Bei­trä­ge ver­si­cher­ten Arbeits­ent­gel­te oder Arbeits­ein­kom­men (§ 63 Abs 1 SGB VI). Inso­fern ist es durch­aus kon­se­quent, die Aus­bil­dung vor­wie­gend dem Bereich der Eigen­ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen zuzu­ord­nen, deren beson­de­re Hono­rie­rung dem Sys­tem der Ren­ten­ver­si­che­rung jeden­falls nicht imma­nent ist, weil es grund­sätz­lich an den Ein­tritt in das Arbeits­le­ben anknüpft [27].

Dem­ge­gen­über fal­len die mit dem RVNG ver­folg­ten Zie­le erheb­lich ins Gewicht, da sie auf eine Ver­bes­se­rung der Finanz­la­ge und der Funk­ti­ons- und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sys­tems der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung, auf die Her­stel­lung von Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit sowie auf eine Begren­zung der Lohn­zu­satz­kos­ten mit dem Ziel der För­de­rung eines hohen Beschäf­ti­gungs­stan­des gerich­tet sind. In die­sem Zusam­men­hang haben alle Maß­nah­men beson­de­re Bedeu­tung, die einer Stär­kung der Lohn- und Bei­trags­be­zo­gen­heit der Ren­te die­nen. Dazu gehört auch die Rege­lung des § 74 Satz 4 SGB VI.

Auch unter dem Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes, der eben­falls im Rah­men des Art 14 Abs 1 GG zu berück­sich­ti­gen ist [28], sind die ange­grif­fe­nen Bestim­mun­gen nicht zu bean­stan­den.

Für den Ver­si­cher­ten­kreis, dem der Klä­ger ange­hört, also den zum Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens des Geset­zes "ren­ten­na­hen Jahr­gän­gen", wur­den die Aus­wir­kun­gen des § 74 Satz 4 SGB VI durch die Über­gangs­vor­schrift des § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI mit ihrem vier­jäh­ri­gen "Abschmel­zungs­pro­gramm" abge­mil­dert. Dadurch kam es auch bei ihm noch zu einer ren­ten­er­hö­hen­den Bewer­tung von Zei­ten mit Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung.

Die Ren­ten­min­de­rung, die dar­aus resul­tiert, dass die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Fal­le des Klä­gers nicht mehr – wie nach altem Recht – mit (höchs­tens) 0,0560 Ent­gelt­punk­te, son­dern nur noch mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat in die Ren­ten­be­rech­nung ein­ge­hen, hält sich im ver­tret­ba­ren Rah­men; inso­weit errech­net sich beim Klä­ger im Ver­gleich zum alten Recht (unter Zugrun­de­le­gung des beim Ren­ten­be­ginn im März 2007 maß­geb­li­chen aktu­el­len Ren­ten­werts ) eine Ren­ten­min­de­rung von 25,14 Euro/​Monat.

Ange­sichts der Über­gangs­re­ge­lung in § 263 Abs 3 SGB VI mag offen­blei­ben, ob sich bei der wech­sel­haf­ten Geschich­te der Aus­fall- und Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung [29] über­haupt ein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en auf deren ren­ten­stei­gern­de Wir­kung ent­wi­ckeln konn­te. Allein auf­grund eines bestimm­ten Lebens­al­ters ist ein gestei­ger­ter Bestands­schutz einer vor­han­de­nen Rechts­po­si­ti­on ver­fas­sungs­recht­lich jeden­falls nicht gebo­ten [30].

Mit den vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen hat der Gesetz­ge­ber nicht den Gleich­be­hand­lungs­grund­satz des Art 3 Abs 1 GG ver­letzt. Auch an die­se Ver­fas­sungs­norm ist der Gesetz­ge­ber bei der Bestim­mung von Inhalt und Schran­ken des Eigen­tums gebun­den [31]. Bei der Über­prü­fung eines Geset­zes auf sei­ne Ver­ein­bar­keit mit dem Gleich­heits­grund­satz ist jedoch nicht zu prü­fen, ob der Gesetz­ge­ber die zweck­mä­ßigs­te oder gerech­tes­te Lösung gefun­den hat, son­dern nur, ob er die ver­fas­sungs­recht­li­chen Gren­zen sei­ner – hier bestehen­den wei­ten – Gestal­tungs­frei­heit über­schrit­ten hat [32].

Art 3 Abs 1 GG gebie­tet, alle Men­schen vor dem Gesetz gleich zu behan­deln. Ver­bo­ten ist auch ein gleich­heits­wid­ri­ger Begüns­ti­gungs­aus­schluss, bei dem eine Begüns­ti­gung einem Per­so­nen­kreis gewährt, einem ande­ren Per­so­nen­kreis aber vor­ent­hal­ten wird [33]. Damit ist dem Gesetz­ge­ber aller­dings nicht jede Dif­fe­ren­zie­rung ver­wehrt. Er ver­letzt das Grund­recht viel­mehr nur, wenn er eine Grup­pe von Normadres­sa­ten im Ver­gleich zu ande­ren Normadres­sa­ten anders behan­delt, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unglei­che Behand­lung recht­fer­ti­gen könn­ten [34].

Der Klä­ger gehört – wie oben aus­ge­führt – zu der Grup­pe von Ver­si­cher­ten, deren Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung durch das RVNG in ihrer Bewer­tung im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung gemin­dert wor­den sind. Damit wird er zum einen gegen­über Ver­si­cher­ten mit Ren­ten­be­ginn bis ein­schließ­lich Janu­ar 2005 und zum ande­ren gegen­über Ver­si­cher­ten mit Zei­ten einer Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me ungleich behan­delt. Denn die­se Ver­si­cher­ten wer­den von der Neu­be­wer­tung der Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung durch das RVNG nicht erfasst, obwohl auch sie wäh­rend die­ser Zei­ten kei­ne Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung gezahlt oder getra­gen haben.

Die unter­schied­li­che Behand­lung der dar­ge­stell­ten Grup­pen bei der Bewer­tung ihrer schu­li­schen Aus­bil­dungs­zei­ten wird durch hin­rei­chen­de sach­li­che Grün­de gerecht­fer­tigt:

Die Rege­lung des Weg­falls der ren­ten­stei­gern­den Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung (§ 74 Satz 4 SGB VI) durch das RVNG ist am 1.1.2005 in Kraft getre­ten (Art 15 Abs 11 aaO). Das neue Recht fin­det auf Ver­si­cher­te mit Ren­ten­be­ginn ab die­sem Zeit­punkt und damit auch auf den Klä­ger Anwen­dung (vgl § 300 Abs 1, Abs 2 SGB VI); sei­ne Wir­kung wird aller­dings durch die eben­falls zum 1.1.2005 in Kraft getre­te­ne Über­gangs­re­ge­lung in § 263 Abs 3 SGB VI (vgl Art 15 Abs 11 RVNG) abge­schwächt, die auch dem Klä­ger zugu­te gekom­men ist; ledig­lich Ver­si­cher­te mit Ren­ten­be­ginn bis ein­schließ­lich Janu­ar 2005 sind von dem Weg­fall bzw der Kür­zung der Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung nicht betrof­fen.

Eine sol­che Stich­tags­re­ge­lung ist ver­fas­sungs­recht­lich grund­sätz­lich zuläs­sig. Dem Gesetz­ge­ber ist es durch Art 3 Abs 1 GG nicht ver­wehrt, zur Rege­lung bestimm­ter Lebens­sach­ver­hal­te Stich­ta­ge ein­zu­füh­ren, obwohl jeder Stich­tag unver­meid­lich gewis­se Här­ten mit sich bringt. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sich die Ein­füh­rung des Stich­tags über­haupt und die Wahl des Zeit­punkts am gege­be­nen Sach­ver­halt ori­en­tie­ren und damit sach­lich ver­tret­bar sind [35]. Dies war hier der Fall. Es ist nicht zu bean­stan­den, wenn der Gesetz­ge­ber unter dem Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes danach dif­fe­ren­ziert, ob ein Ver­si­cher­ter bei Inkraft­tre­ten der Neu­re­ge­lung bereits ein Voll­recht auf Ren­te erwor­ben hat, und damit in abge­schlos­se­ne Ren­ten­bio­gra­fien nicht mehr ein­greift [36].

Auch bei Ver­si­cher­ten, die Zei­ten an Fach­schu­len [37] und für berufs­vor­be­rei­ten­de Bil­dungs­maß­nah­men [38] auf­wei­sen, bleibt es inso­weit bei der bis­he­ri­gen ren­ten­recht­li­chen Bewer­tung; die­se Zei­ten wer­den wei­ter­hin nach Voll­endung des 17. Lebens­jah­res für die Dau­er von höchs­tens drei Jah­ren als Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung mit bis zu 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat (0,75 Entgeltpunkte/​Jahr x 3 = maxi­mal 2,25 Ent­gelt­punk­te) ren­ten­stei­gernd berück­sich­tigt (§ 74 Satz 1 bis 3 SGB VI idF des RVNG).

Die unglei­che Behand­lung gegen­über Ver­si­cher­ten, die – wie der Klä­ger – "nur" Zei­ten der all­ge­mei­nen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung auf­wei­sen, wird in den Mate­ria­li­en zum Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren des RVNG damit begrün­det, dass die ren­ten­recht­li­che Bes­ser­stel­lung der­je­ni­gen Ver­si­cher­ten mit Zei­ten schu­li­scher Aus­bil­dung besei­tigt wer­den soll, die – bei typi­sie­ren­der Betrach­tung – durch ihre aka­de­mi­sche Aus­bil­dung und die damit im Regel­fall ein­her­ge­hen­den bes­se­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaf­ten auf­bau­en kön­nen [39].

Die­se Begrün­dung für die unter­schied­li­che Behand­lung der Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung bei den genann­ten Ver­si­cher­ten­grup­pen ist nicht sach­fremd. Der Gesetz­ge­ber durf­te ins­be­son­de­re von der typi­sie­ren­den Annah­me aus­ge­hen, dass Absol­ven­ten von Hoch­schu­len (Uni­ver­si­tä­ten, Fach­hoch­schu­len ua) im spä­te­ren Erwerbs­le­ben im Ver­gleich zu Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men durch ihre höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on im Regel­fall bes­se­re Ver­dienst­mög­lich­kei­ten haben und des­we­gen höhe­re Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten auf­bau­en kön­nen.

Ent­ge­gen der Rechts­mei­nung des Klä­gers geht das Bun­des­so­zi­al­ge­richt davon aus, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 9.2.2010 [40] spe­zi­fi­sche Anfor­de­run­gen an die Begrün­dungs­pflicht des Gesetz­ge­bers nur für die Bestim­mung (Bemes­sung) des men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums gemäß Art 1 Abs 1 iVm Art 20 Abs 1 GG auf­ge­stellt hat [41]. Den­noch kann es für die Beur­tei­lung der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit einer Rege­lung auch all­ge­mein von Rele­vanz sein, ob sich für die ihr zugrun­de lie­gen­den tat­säch­li­chen Ein­schät­zun­gen des Gesetz­ge­bers hin­rei­chend trag­fä­hi­ge Grund­la­gen fin­den las­sen [42]. Ist dies nicht der Fall oder erwei­sen sich die Erwä­gun­gen des Gesetz­ge­bers als so offen­sicht­lich feh­ler­haft, dass sie ver­nünf­ti­ger­wei­se kei­ne Grund­la­ge für gesetz­ge­be­ri­sche Maß­nah­men abge­ben kön­nen, kön­nen die Gerich­te die­se trotz eines inso­weit grund­sätz­lich bestehen­den wei­ten gesetz­ge­be­ri­schen Ein­schät­zungs- und Pro­gno­se­spiel­raums bean­stan­den [43].

Soweit das Gericht die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen im Hin­blick auf die Ver­gleichs­grup­pen – Hoch­schul­ab­sol­ven­ten einer­seits und Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men ande­rer­seits – zu über­prü­fen hat, sind die Erwä­gun­gen des Gesetz­ge­bers des RVNG, die der unter­schied­li­chen Bewer­tung der Aus­bil­dungs­zei­ten die­ser bei­den Ver­si­cher­ten­grup­pen zugrun­de lie­gen, nicht unver­tret­bar. Dass Ver­si­cher­te mit einer Hoch­schul­aus­bil­dung im Regel­fall bes­se­re Ver­dienst­mög­lich­kei­ten und höhe­re Alters­ren­ten haben als Ver­si­cher­te der Ver­gleichs­grup­pe, wird durch meh­re­re Stu­di­en belegt.

Vor die­sem Hin­ter­grund liegt ein aus­rei­chen­der Dif­fe­ren­zie­rungs­grund zwi­schen den hier zu ver­glei­chen­den Grup­pen von Normadres­sa­ten vor. Gemes­sen an sei­nem Kon­zept ist nicht erkenn­bar, dass der Gesetz­ge­ber an der Rea­li­tät vor­bei­ge­gan­gen ist. Viel­mehr konn­te er bei der Aus­ge­stal­tung der ren­ten­recht­li­chen Ver­güns­ti­gung der Bewer­tung von bei­trags­frei­en Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung in typi­sie­ren­der Betrach­tung dar­an anknüp­fen, dass Absol­ven­ten von Hoch­schu­len bereits durch ihre qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung und die damit im Regel­fall auch ein­her­ge­hen­den bes­se­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten höhe­re Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten auf­bau­en kön­nen als Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men.

Dass der Gesetz­ge­ber beim Abbau die­ser auf dem Gedan­ken der staat­li­chen Für­sor­ge beru­hen­den Ver­güns­ti­gung [44] bei den­je­ni­gen Ver­si­cher­ten ansetzt, die die dadurch beding­te Min­de­rung ihrer Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten finan­zi­ell vor­aus­sicht­lich bes­ser ver­kraf­ten kön­nen, ist nicht zu bean­stan­den. Soweit er bei sei­ner Ent­schei­dung, bei wel­chen bei­trags­frei­en Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung er zukünf­tig auf deren (begrenzt) ren­ten­er­hö­hen­de Wir­kung ver­zich­tet, nicht auf die im Erwerbs­le­ben von den Ver­si­cher­ten tat­säch­lich erziel­ten Arbeits­ver­diens­te abge­stellt hat, son­dern typi­sie­rend dar­auf, dass eine höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on zu einem höhe­ren Arbeits­ent­gelt oder Arbeits­ein­kom­men und damit auch zu einer höhe­ren Ren­te füh­ren [45], liegt dies jeden­falls nicht außer­halb sei­nes hier bestehen­den wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums. Über­dies lie­gen Art und Umfang der Aus­bil­dung grund­sätz­lich im Bereich der Eigen­ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen, der selbst ent­schei­det, ob er durch eine qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung sei­ne Erwerbs­chan­cen auf dem Arbeits­markt unter Ver­zicht auf mit Bei­trä­gen beleg­te Zei­ten in der Ren­ten­ver­si­che­rung erhö­hen will oder nicht [46]. Dies schließt aber auch das Risi­ko ein, spä­ter – aus wel­chen Grün­den auch immer – trotz einer sol­chen Aus­bil­dung nicht die erhoff­ten höhe­ren Arbeits­ver­diens­te zu erzie­len.

Von daher mag der Klä­ger zu Recht dar­auf hin­wei­sen, dass Hoch­schul­ab­sol­ven­ten nicht in jedem Fall über­durch­schnitt­lich ver­die­nen bzw dass bei einem im Ver­gleich zu Absol­ven­ten einer Fach­schu­le oder einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me höhe­ren Arbeits­ver­dienst im Ein­zel­fall die­ser Ver­dienst nicht aus­reicht, den Ver­lust an Bei­trags­jah­ren aus­zu­glei­chen. Aber auch die­ser Ein­wand ist nicht geeig­net, die typi­sie­ren­de Betrach­tungs- und Vor­ge­hens­wei­se des Gesetz­ge­bers zu bean­stan­den. Anders­lau­ten­de Unter­su­chungs­er­geb­nis­se als die vor­lie­gen­den, wonach Ver­si­cher­te mit Hoch­schul­aus­bil­dung im Durch­schnitt über höhe­re Arbeits­ver­diens­te ver­fü­gen als Ver­si­cher­te ohne eine sol­che Aus­bil­dung, sind weder vor­ge­tra­gen noch sonst ersicht­lich.

Bezo­gen auf den Ver­si­che­rungs­ver­lauf des Klä­gers ist die Annah­me des Gesetz­ge­bers, dass Hoch­schul­ab­sol­ven­ten im spä­te­ren Erwerbs­le­ben durch ihre höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on bes­se­re Arbeits­ver­diens­te auf­wei­sen und des­we­gen über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaf­ten erwer­ben, nicht wider­legt. Mit 38,2294 per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­te (Ost) hat der Klä­ger eine deut­lich über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaft erwor­ben. Denn gera­de durch die von ihm wegen sei­ner Hoch­schul­aus­bil­dung aus­ge­üb­ten qua­li­fi­zier­ten Beschäf­ti­gun­gen bis Okto­ber 1990 – und den damit auch ver­bun­de­nen berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen Arbeits­ver­diens­ten nach dem Anspruchs- und Anwart­schafts­über­füh­rungs­ge­setz – wur­den der Ren­ten­be­rech­nung des Klä­gers im Ver­gleich zu Ver­si­cher­ten, die kei­ne sol­cher­ma­ßen qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung absol­viert haben, bis zu die­sem Zeit­punkt rela­tiv hohe Arbeits­ver­diens­te zugrun­de gelegt.

Schließ­lich ver­sto­ßen die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI auch nicht gegen das Sozi­al­staats­prin­zip (Art 20 Abs 1 iVm Art 28 Abs 1 GG). Zwar begrün­det das Sozi­al­staats­prin­zip die Pflicht des Staa­tes, für eine gerech­te sozia­le Ord­nung Sor­ge zu tra­gen; die Erfül­lung die­ser Ver­pflich­tung obliegt jedoch der eigen­ver­ant­wort­li­chen Gestal­tung des Gesetz­ge­bers. Selbst wenn durch eine Rege­lung im Ein­zel­fall Unbil­lig­kei­ten auf­tre­ten, ist das Sozi­al­staats­ge­bot nicht ver­letzt; denn es dient nicht der Kor­rek­tur jeg­li­cher (aus Sicht des Normadres­sa­ten) hart oder unbil­lig erschei­nen­der Ein­zel­re­ge­lun­gen [47].

Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 19. April 2011 – B 13 R 55/​10 R u.a.

  1. BGBl I 1791[]
  2. vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149 S 29 zu Nr 51, § 263 zu Buchst c[]
  3. hier­zu auch BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 14 ff; fer­ner zur Rechts­ent­wick­lung BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S, Beck­RS 2010, 66400 RdNr 12 ff; vgl inso­weit auch BSG vom 26.01.2005 – SozR 4 – 2600 § 58 Nr 6 RdNr 15[]
  4. vgl BVerfGE 53, 257, 289 f; 55, 114, 131; 58, 81, 109; 69, 272, 298; 70, 101, 110; 100, 1, 32 = SozR 3 – 8570 § 10 Nr 3 S 47; BVerfGE 117, 272, 292 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 50; stRspr[]
  5. vgl zB BVerfGE 69, 272, 300[]
  6. vgl BVerfGE 100, 1, 33 ff = SozR 3 – 8570 § 10 Nr 3 S 48 ff; BVerfGE 112, 368, 396 = SozR 4 – 2600 § 307a Nr 3 RdNr 43[]
  7. vgl BVerfGE 58, 81, 109; 117, 272, 293 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 51[]
  8. vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 24 zu Nr 13, § 74[]
  9. vgl BVerfGE 53, 257, 293; 58, 81, 110; 70, 101, 111; 117, 272, 293 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 53; BVerfGE 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 34[]
  10. so BVerfGE 58, 81, 112[]
  11. vgl BVerfGE 58, 81, 113; BVerfG SozR 2200 § 1259 Nr 46[]
  12. vgl BVerfGE 53, 257, 293; 70, 101, 111; 117, 272, 294 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 54; BVerfGE 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 35; stRspr[]
  13. vgl BVerfGE 58, 81, 121; 76, 220, 238; 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; stRspr[]
  14. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 2, 17[]
  15. aaO S 33; s auch Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung vom 19.12.2003 auf die Klei­ne Anfra­ge der Abge­ord­ne­ten Annet­te Wid­mann-Mauz, Andre­as Storm, Dr. Maria Böh­mer, wei­te­rer Abge­ord­ne­ter und der Frak­ti­on der CDU/​CSU über die Aus­wir­kun­gen des Weg­falls der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten bei schu­li­scher Aus­bil­dung in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung, BT-Drucks 15/​2305, S 7, 13[]
  16. vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 18 f[]
  17. zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des eben­falls mit dem RVNG in die Ren­ten­for­mel ein­ge­füg­ten sog Nach­hal­tig­keits­fak­tors: BSG, Urteil vom 13.11.2008 – SozR 4 – 2600 § 255e Nr 1 RdNr 27 ff[]
  18. vgl dazu all­ge­mein BVerfGE 70, 101, 112[]
  19. vgl Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung vom 19.12.2003 aaO, BT-Drucks 15/​2305, S 4, 8[]
  20. vgl BVerfGE 76, 220, 241[]
  21. hier­zu den auf die­sem Vor­schlag beru­hen­den Ände­rungs­an­trag der Abge­ord­ne­ten Dr. Kolb ua und der Frak­ti­on der FDP vom 10.3.2004, BT-Drucks 15/​2688[]
  22. vgl BVerfGE 75, 78, 101 f; 76, 220, 241; 116, 96, 127 = SozR 4 – 5050 § 22 Nr 5 RdNr 91; BVerfGE 117, 272, 298 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 65; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 44[]
  23. vgl BVerfGE 58, 81, 111[]
  24. vgl BVerfGE 58, 81, 112 f[]
  25. BVerfGE 58, 81, 113; s auch BVerfGE 117, 272, 299 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 67 zur Berufs­aus­bil­dung[]
  26. vgl aber BSG vom 18.10.2005 – SozR 4 – 2600 § 71 Nr 1 RdNr 40 ff; fer­ner W. Meyer/​Blüggel, NZS 2005, 1, 8 f; Blüg­gel, Sozia­le Sicher­heit 2004, 61, 66 ff[]
  27. BVerfGE 58, 81, 113; BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S – Beck­RS 2010, 66400 RdNr 15; BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 33 f[]
  28. vgl BVerfGE 70, 101, 114; 76, 220, 244 f[]
  29. vgl hier­zu zB BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S – Beck­RS 2010, 66400 RdNr 12 ff; Blüg­gel, Sozia­le Sicher­heit 2004, 61 ff[]
  30. vgl BVerfGE 117, 272, 294 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 56; BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 31[]
  31. vgl BVerfGE 74, 203, 214[]
  32. vgl BVerfGE 52, 277, 280 f; 68, 287, 301; 81, 108, 117 f; 84, 348, 359[]
  33. BVerfGE 126, 29, 43 mwN[]
  34. vgl BVerfGE 87, 1, 36; 112, 50, 67; 117, 272, 300 f; 122, 151, 188; 126, 29, 47; stRspr[]
  35. vgl BVerfGE 101, 239, 270; 117, 272, 301 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 73; stRspr[]
  36. vgl BVerfGE 58, 81, 126; 75, 78, 106; 117, 272, 301 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 73[]
  37. zur Begriffs­be­stim­mung: BSG vom 09.06.1988 – 4/​11a RA 68/​87; BSG vom 21.02.1989 – SozR 2200 § 1259 Nr 109 S 290[]
  38. zur Begriffs­be­stim­mung s § 58 Abs 1 Satz 2 SGB VI[]
  39. Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 19 zu Nr 4[]
  40. BVerfGE 125, 175, 225 f = SozR 4 – 4200 § 20 Nr 12 RdNr 141 ff[]
  41. vgl zur Begrün­dungs­pflicht des Gesetz­ge­bers aus ver­fas­sungs­recht­li­cher Sicht kri­tisch Hebe­ler, DÖV 2010, 754 ff; s hier­zu auch Meß­ling in Fest­schrift für Rena­te Jae­ger, 2011, S 787 ff[]
  42. vgl hier­zu BVerfGE 50, 50, 51; 50, 290, 333; 86, 90, 109; 88, 203, 262 f; 121, 317, 350 ff[]
  43. vgl BVerfGE 77, 84, 106; 91, 1, 29[]
  44. vgl BVerfGE 58, 81, 112[]
  45. vgl BVerfGE 58, 81, 113[]
  46. BVerfGE aaO[]
  47. vgl hier­zu BVerfGE 66, 234, 247 f; 69, 272, 314 f[]