Ver­deck­te Treu­hand­ver­hält­nis­se beim BAföG

Die Berück­sich­ti­gung von ver­deck­ten Treu­hand­ver­hält­nis­sen bei der Ermitt­lung des aus­bil­dungs­för­de­rungs­recht­lich rele­van­ten Ein­kom­mens nach §§ 26 ff. BAföG setzt nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Lüne­burg vor­aus, dass das Treu­hand­ver­hält­nis zivil­recht­lich wirk­sam zustan­de gekom­men und vom inso­weit dar­le­gungs­pflich­ti­gen Aus­zu­bil­den­den nach­ge­wie­sen ist. An den Nach­weis des Vor­lie­gens eines zivil­recht­lich wirk­sa­men Treu­hand­ver­hält­nis­ses sind dabei, so das OVG, stren­ge Anfor­de­run­gen zu stel­len. Bezo­gen auf die der Sphä­re des Aus­zu­bil­den­den zuzu­ord­nen­den tat­säch­li­chen Grund­la­gen des Ver­trags­schlus­ses obliegt ihm bei der Auf­klä­rung der erfor­der­li­chen Tat­sa­chen eine gestei­ger­te Mit­wir­kungs­pflicht; die Nicht­er­weis­lich­keit der Tat­sa­chen geht inso­weit zu sei­nen Las­ten.

Ver­deck­te Treu­hand­ver­hält­nis­se beim BAföG

Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 30. April 2009 – 4 LA 129/​08