Ver­jäh­rung von Erstat­tungs­an­prü­chen in der Sozi­al­ver­si­che­rung

Die Erhe­bung der Ein­re­de der Ver­jäh­rung ist wegen unzu­läs­si­ger Rechts­aus­übung (Ver­stoß gegen Treu und Glau­ben) aus­ge­schlos­sen, wenn eine Pflicht­ver­let­zung eines Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gers die feh­ler­haf­te Bei­trags­zah­lung mit ver­ur­sacht hat. Eine Mit­ver­ur­sa­chung der unrecht­mä­ßi­gen Bei­trags­ent­rich­tung ergibt sich nicht dar­aus, dass im Rah­men einer durch­ge­führ­ten Betriebs­prü­fun­gen kei­ne indi­vi­du­el­le Prü­fung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflicht ein­zel­ner Arbeit­neh­mer statt­ge­fun­den hat.

Ver­jäh­rung von Erstat­tungs­an­prü­chen in der Sozi­al­ver­si­che­rung

Dies gilt auch für Klein­be­trie­be. Eine Unter­schei­dung zwi­schen klei­nen und gro­ßen Betrie­ben hin­sicht­lich Umfang und Schutz­zweck von Betriebs­prü­fun­gen lässt sich weder aus dem SGB IV noch der Bei­trags­über­wa­chungs­ver­ord­nung her­lei­ten. 1.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Würt­tem­berg – Urteil vom 19. Janu­ar 2010 – L 13 AL 2894/​09

  1. Fort­füh­rung von LSG B‑W, Urteil vom 18.11.2009, Az.: L 13 AL 1975/​09[]