Haf­tung in der Schein-GbR

Wer gegen­über dem Finanz­amt den Rechts­schein erweckt, Gesell­schaf­ter einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) zu sein, haf­tet nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch für Steu­er­schul­den der Schein-GbR, wenn das Finanz­amt nach Treu und Glau­ben auf den gesetz­ten Rechts­schein ver­trau­en durf­te. Das ist nicht der Fall, wenn das akti­ve Han­deln des in Anspruch Genom­me­nen weder unmit­tel­bar gegen­über dem Finanz­amt noch zur Erfül­lung steu­er­li­cher Pflich­ten oder zur Ver­wirk­li­chung steu­er­li­cher Sach­ver­hal­te ver­an­lasst war und ihm im Übri­gen bloß pas­si­ves Ver­hal­ten gegen­über dem Finanz­amt vor­zu­hal­ten ist.

Haf­tung in der Schein-GbR

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 9. Mai 2006 VII R 50/​05