2010 im Jah­res­rück­blick des Bun­des­fi­nanz­hofs

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat heu­te sei­nen Jah­res­rück­blick auf sein Jubi­li­äms­jahr gege­ben – 2010 fei­er­te der Bun­des­fi­nanz­hof das 60. Jahr sei­nes Bestehens als obers­tes deut­sches Gericht für Steu­ern und Zöl­le, u.a. auch mit einer vom Bun­des­fi­nanz­hof her­aus­ge­ge­be­nen Chro­nik2010 im Jahresrückblick des Bundesfinanzhofs.

2010 im Jah­res­rück­blick des Bun­des­fi­nanz­hofs

Im Jahr 2010 haben die elf Sena­te des Bun­des­fi­nanz­hofs die Zahl der uner­le­dig­ten Ver­fah­ren zum Jah­res­en­de gegen­über dem Vor­jahr um mehr als 250 redu­zie­ren kön­nen. Ende Dezem­ber ver­blie­ben noch ins­ge­samt 2.187 uner­le­dig­te Ver­fah­ren beim Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gig. Von die­sen 2.187 uner­le­dig­ten Ver­fah­ren sind ledig­lich 106 älter als zwei Jah­re.

Dem­entspre­chend gestie­gen ist im Jahr 2010 die Anzahl der beim Bun­des­fi­nanz­hof durch­ge­führ­ten münd­li­chen Ver­hand­lun­gen: waren es im Durch­schnitt der letz­ten zehn Jahr 117 münd­li­che Ver­hand­lun­gen jähr­lich, wur­den 2010 ins­ge­samt 221 münd­li­che Ver­hand­lun­gen durch­ge­führt.

Die durch­schnitt­li­che Dau­er der Erle­di­gung sämt­li­cher Ver­fah­ren ist gegen­über 2009 um einen Monat auf aktu­ell acht Mona­te gesun­ken. Bei den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den hat sich die Bear­bei­tungs­dau­er um einen Monat auf nun­mehr sechs Mona­te ver­min­dert; Revi­sio­nen hat der Bun­des­fi­nanz­hof im Jahr 2010 in durch­schnitt­lich 18 Mona­ten (gegen­über noch 20 Mona­ten in 2009) erle­digt.

Leicht erhöht gegen­über dem Vor­jahr hat sich der Pro­zent­satz der zu Guns­ten der Steu­er­pflich­ti­gen getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen: 2010 gin­gen – über alle Ver­fah­ren gese­hen – 20,2% aller Ver­fah­ren zuguns­ten des Steu­er­pflich­ti­gen aus (2009: 19,5%). Bei den Revi­sio­nen liegt die­ser Anteil bei 42,6% (2009: 47%), bei den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den sind es 16,4% (2009: 15%).