Abwei­chen­de finanz­ge­richt­li­che Urtei­le – und die Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung

2. Die Ein­heit­lich­keit einer stän­di­gen höchst- und instanz­li­chen Recht­spre­chung bedarf kei­ner Siche­rung durch eine wei­te­re Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs, wenn die­se Recht­spre­chung nur zehn Jah­re zuvor durch eine ver­ein­zelt geblie­be­ne Ent­schei­dung eines Finanz­ge­richts eines Finanz­ge­richts in Fra­ge gestellt wor­den ist.

Abwei­chen­de finanz­ge­richt­li­che Urtei­le – und die Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung

Die Revi­si­on ist in die­sem Fall nicht zuge­las­sen, weil die Vor­aus­set­zun­gen von § 115 Abs. 2 FGO nicht erfüllt sind.

Inso­weit liegt kein § 115 Abs. 2 Nr. 2, 2. Alt. FGO ent­spre­chen­der Fall vor, bei dem die Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung eine Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs erfor­dert. Da die­ses Urteil auch in der Fol­ge­zeit ver­ein­zelt geblie­ben ist und wei­te­re finanz­ge­richt­li­che Ent­schei­dun­gen auf der Grund­la­ge der ent­ge­gen­ste­hen­den stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ergan­gen und rechts­kräf­tig gewor­den sind, bedarf es kei­ner wei­te­ren Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs zur Siche­rung einer ein­heit­li­chen Recht­spre­chung.

Finanz­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 5. Okto­ber 2015 – 1 K 131/​14