Anfor­de­run­gen an die Revi­si­ons­be­grün­dung

Nach § 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a FGO muss die Revi­si­ons­be­grün­dung die bestimm­te Bezeich­nung der Umstän­de ent­hal­ten, aus denen sich die Rechts­ver­let­zung ergibt.

Anfor­de­run­gen an die Revi­si­ons­be­grün­dung

Dies erfor­dert, dass die erho­be­ne Rüge ein­deu­tig erken­nen las­sen muss, wel­che Norm der Revi­si­ons­klä­ger für ver­letzt hält.

Fer­ner muss der Revi­si­ons­klä­ger die Grün­de tat­säch­li­cher und recht­li­cher Art ange­ben, die nach sei­ner Auf­fas­sung das erst­in­stanz­li­che Urteil als unrich­tig erschei­nen las­sen. Denn er ist gehal­ten, Inhalt, Umfang und Zweck des Revi­si­ons­an­griffs von vorn­her­ein klar­zu­stel­len [1].

Dem­ge­mäß muss sich der Revi­si­ons­klä­ger mit den tra­gen­den Grün­den des finanz­ge­richt­li­chen Urteils aus­ein­an­der­set­zen und dar­le­gen, wes­halb er die­se für unrich­tig hält [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 28. Juli 2015 – VI R 1/​15

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Beschluss vom 22.03.2010 – VI R 10/​10, BFH/​NV 2010, 1295, m.w.N.[]
  2. stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Beschluss in BFH/​NV 2010, 1295, m.w.N.[]