Außenprüfung, Steuerhinterziehung – und die Änderungsbefugnis des Finanzamts

Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu der in § 173 Abs. 2 AO vor­ge­se­he­nen Einschränkung des Erlasses von Steuerbescheiden nach Durchführung einer Außenprüfung ver­langt der Wortlaut der genann­ten Vorschrift ledig­lich, dass eine Steuerhinterziehung oder leicht­fer­ti­ge Steuerverkürzung „vor­liegt” 1.

Außenprüfung, Steuerhinterziehung – und die Änderungsbefugnis des Finanzamts

Das ist dann der Fall, wenn die objek­ti­ven und sub­jek­ti­ven Tatbestandsmerkmale einer Steuerhinterziehung oder leicht­fer­ti­gen Steuerverkürzung erfüllt sind 2.

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 16. März 2016 – V B 89/​15

  1. vgl. BFH, Urteil vom 14.12 1994 – XI R 80/​92, BFHE 176, 308, BStBl II 1995, 293
  2. BFH, Urteil vom 21.10.1988 – III R 194/​84, BFHE 155, 232, BStBl II 1989, 216; BFH, Beschluss vom 17.02.1999 – IV B 66/​98, BFH/​NV 1999, 1188