Bank­kon­ten­stamm­da­ten­ab­ruf

Das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern hat in der Zeit im ers­ten Halb­jahr 2009 auf Ersu­chen der Finanz­be­hör­den ins­ge­samt 17.626 Kon­ten­ab­ru­fe nach § 93 Abs. 7 AO sowie auf Ersu­chen der zustän­di­gen Behör­den wei­te­re 2.789 Kon­ten­ab­ru­fe nach § 93 Abs. 8 AO durch­ge­führt. Dies ergibt sich aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung 1 auf eine klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag. Sta­tis­ti­sche Anga­ben dar­über, wie vie­le Kon­ten und Depots dabei im Ein­zel­nen ermit­telt wur­den, lie­gen der Bun­des­re­gie­rung nach eige­nem Bekun­den nicht vor.

Bank­kon­ten­stamm­da­ten­ab­ruf

Dabei ver­tei­len sich die Abfra­gen wie folgt auf die ver­schie­de­nen Behör­den:

Auf­ga­ben­be­reich der Behör­de: 2007 2008 1. Hj. 2009
Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (SGB II) 124 1.691 2.687
Sozi­al­hil­fe (SGB XII) 21 355 208
Aus­bil­dungs­för­de­rung (BAföG) 0 6 2
Wohn­geld (WoGG) 1 50 41
undif­fe­ren­ziert (01.01. – 17.08.2007) 204
Sum­me 350 2.102 2.938

Weit­aus höher lagen aller­dings noch die im glei­chen Zeit­raum von der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) nach § 24c KWG bear­bei­te­ten Kon­ten­ab­ru­fer­su­chen von Poli­zei­be­hör­den und Staats­an­walt­schaf­ten:

2007 2008 1. Hj. 2009
Poli­zei­be­hör­den 54.111 46.132 26.280
Staats­an­walt­schaf­ten 18.002 18.520 10.280
Sum­me 72.113 64.652 36.560

Wie oft Betrof­fe­ne wegen Gefähr­dung des Ermitt­lungs­zwecks nicht vor­her um Sach­auf­klä­rung ersucht bzw. wegen Gefähr­dung des Ermitt­lungs­zwecks nicht nach­träg­lich von dem Kon­ten­ab­ruf infor­miert wur­den, ent­zieht sich nach eige­nem Bekun­den der Kennt­nis der Bun­des­re­gie­rung.

  1. BT-Drucks. 16/​13814 vom 17. 07. 2009[]