Befris­te­tes Hin­aus­schie­ben des Beginns der Außen­prü­fung – und die Ablauf­hem­mung

Bei einem Antrag auf befris­te­tes Hin­aus­schie­ben des Beginns der Außen­prü­fung, der für das Ver­schie­ben des Prü­fungs­be­ginns ursäch­lich ist, ent­fällt die Ablauf­hem­mung nach § 171 Abs. 4 Satz 1 Alter­na­ti­ve 2 AO nur, wenn die Finanz­be­hör­de nicht vor Ablauf von zwei Jah­ren nach Ein­gang des Antrags mit der Prü­fung beginnt 1.

Befris­te­tes Hin­aus­schie­ben des Beginns der Außen­prü­fung – und die Ablauf­hem­mung

Zur Begrün­dung die­ser Auf­fas­sung hat der Bun­des­fi­nanz­hof den in § 171 Abs. 8 Satz 2 und Abs. 10 AO ent­hal­te­nen Rechts­ge­dan­ken her­an­ge­zo­gen. Die­se Rege­lun­gen räu­men der Finanz­be­hör­de in den Fäl­len des Weg­falls eines außer­halb ihrer Sphä­re ein­ge­tre­te­nen Hin­der­nis­ses eine 2‑Jahresfrist für ein wei­te­res Tätig­wer­den ein.

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in sei­ner Recht­spre­chung 2 maß­geb­lich dar­auf abge­stellt, ob die für das tat­säch­li­che Aus­blei­ben einer Prü­fung kau­sal gewor­de­nen Umstän­de aus der Sphä­re des Steu­er­pflich­ti­gen oder der Finanz­ver­wal­tung her­rüh­ren und des­halb von einem der Betei­lig­ten zu ver­tre­ten sind.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 25. Febru­ar 2015 – I B 66/​14

  1. BFH, Urteil vom 17.03.2010 – IV R 54/​07, BFHE 229, 20, BSt­Bl II 2011, 7[]
  2. vgl. BFH, Urteil in BFHE 229, 20, BSt­Bl II 2011, 7[]