Berech­nung der Steu­er bei der Abän­de­rungs­kla­ge

Will das Finanz­ge­richt im Fal­le einer Abän­de­rungs­kla­ge die Steu­er­be­rech­nung gemäß § 100 Abs. 2 Satz 2 FGO dem Finanz­amt über­tra­gen, muss es über die Kla­ge in einem Umfang ent­schei­den, dass dem Finanz­amt nur noch die Berech­nung des Steu­er­be­trags über­las­sen bleibt.

Berech­nung der Steu­er bei der Abän­de­rungs­kla­ge

Will das Finanz­ge­richt nach § 100 Abs. 2 Satz 2 FGO ver­fah­ren und die Steu­er­be­rech­nung dem Finanz­amt über­tra­gen, muss es über die Kla­ge in einem Umfang ent­schei­den, dass dem Finanz­amt nur noch die Berech­nung des Steu­er­be­trags über­las­sen bleibt 1. Vor­lie­gend hat das Finanz­ge­richt ten­oriert, die Zah­lun­gen sei­en "nur mit dem Ertrags­an­teil" zu besteu­ern. Wie hoch die­ser Ertrags­an­teil ist, lässt sich indes weder dem Urteils­te­nor noch den Ent­schei­dungs­grün­den noch ande­ren vom Finanz­ge­richt in Bezug genom­me­nen Unter­la­gen ent­neh­men. Auch hat das Finanz­ge­richt weder das Geburts­da­tum noch das bei Ren­ten­be­ginn voll­ende­te Lebens­jahr der Klä­ge­rin fest­ge­stellt, so dass der Bun­des­fi­nanz­hof den Ertrags­an­teil auch nicht selbst der Tabel­le des § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Dop­pel­buchst. bb Satz 4 EStG ent­neh­men kann.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. Juli 2014 – X R 41/​12

  1. BFH, Urteil vom 27.07.1993 – VIII R 67/​91, BFHE 173, 480, BSt­Bl II 1994, 469, unter II. 1.b[]