Bestands­kräf­ti­ge Anrech­nung von ESt-Vor­aus­zah­lun­gen

§ 130 Abs. 2 Nr. 4 AO ent­hält ermes­sens­len­ken­de Vor­ga­ben (inten­dier­tes Ermes­sen). Des­halb ist, so der Bun­des­fi­nanz­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil, eine Anrech­nungs­ver­fü­gung im All­ge­mei­nen im Inter­es­se von Gesetz­mä­ßig­keit und Gleich­mä­ßig­keit der Besteue­rung zurück­zu­neh­men, wenn der Begüns­tig­te deren Rechts­wid­rig­keit erkannt oder ledig­lich infol­ge gro­ber Fahr­läs­sig­keit nicht erkannt hat. Die­se Regel­fol­ge des § 130 Abs. 2 Nr. 4 AO ist, so der BFH, grund­sätz­lich nicht begrün­dungs­be­dürf­tig.

Bestands­kräf­ti­ge Anrech­nung von ESt-Vor­aus­zah­lun­gen

AO §§ 5, 130, 218 Abs. 2
EStG § 36 Abs. 2

Urteil vom 26. Juni 2007 VII R 35/​06