Beweis­an­trä­ge – und der geschwänz­te Erör­te­rungs­ter­min

Teilt der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te der Klä­ge­rin am Sit­zungs­tag des anbe­raum­ten Erör­te­rungs­ter­mins tele­fo­nisch der zustän­di­gen Bericht­erstat­te­rin mit, hat, dass er zum Erör­te­rungs­ter­min nicht erschei­nen wer­de, kann dies Aus­wir­kun­gen auf die von ihm gestell­ten Beweis­an­trä­ge haben:

Beweis­an­trä­ge – und der geschwänz­te Erör­te­rungs­ter­min

In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof beur­teil­ten Fall hat die Klä­ge­rin nach Auf­he­bung des Erör­te­rungs­ter­mins und nach der Stel­lung der Beweis­an­trä­ge nach ent­spre­chen­der Anfra­ge auf die Durch­füh­rung einer münd­li­chen Ver­hand­lung ver­zich­tet.

Damit hat sie nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs zu erken­nen gege­ben, dass sie eine wei­te­re Beweis­erhe­bung nicht für erfor­der­lich hält 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 7. Juli 2016 – III B 39/​16

  1. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 03.02.2016 – XI B 53/​15, BFH/​NV 2016, 954, Rz 34; und vom 28.08.2006 – V B 56/​06, BFH/​NV 2007, 70[]