Bil­lig­keits­ent­schei­dung bei Ände­rung der Ver­wal­tungs­pra­xis

Die Ableh­nung eines Antrags auf Erlass einer Bil­lig­keits­ent­schei­dung nach § 163 AO, der auf eine nach einer Recht­spre­chungs­än­de­rung ergan­ge­ne Ver­wal­tungs­an­wei­sung gestützt wird, der­zu­fol­ge die "bis­he­ri­gen Grund­sät­ze" für eine Über­gangs­zeit wei­ter ange­wen­det wer­den sol­len, ist nicht ermes­sens­feh­ler­haft, wenn das Begeh­ren des Antrag­stel­lers auf der Grund­la­ge der vor der Recht­spre­chungs­än­de­rung gehand­hab­ten Ver­wal­tungs­pra­xis eben­falls abschlä­gig beschie­den wor­den wäre. Es ist inso­weit uner­heb­lich, ob die dama­li­ge Ver­wal­tungs­pra­xis auf der Basis der von der frü­he­ren Recht­spre­chung für zutref­fend gehal­te­nen Rechts­la­ge trag­fä­hig war oder nicht.

Bil­lig­keits­ent­schei­dung bei Ände­rung der Ver­wal­tungs­pra­xis

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. Febru­ar 2007 – I R 15/​06