Buchhaltungssoftware in der Cloud – Wer haftet?

Für viele Unternehmen bedeutet der Rückgriff auf Buchhaltungssoftware eine enorme Erleichterung im Alltag. Zahlreiche dieser zeitintensiven Aufgaben, die viel Personal binden würden, können an die Software übergeben werden. Auf der anderen Seite stellt sich insbesondere in der Cloud die Frage, wer die Haftung übernimmt. Darauf lenkt dieser Artikel den Blick.

<strong>Buchhaltungssoftware in der Cloud – Wer haftet?</strong>

Haftung bei Vertragsverletzung

Je nachdem, für welche Buchhaltungssoftware sich der Nutzer entscheidet, muss mit Fehlern gerechnet werden. Die Software ist bisweilen nicht perfekt. Andererseits liegt eine Art Mietvertrag zwischen Unternehmen und Provider vor, der gewisse Leistungen und Funktionen zusichert. Diese müssen über die gesamte Laufzeit des Vertrags gegeben sein, ansonsten handelt es sich um eine Vertragsverletzung.

In dem Fall kann mit der Buchhaltungssoftware ein Schaden entstehen, für den der Anbieter vorkommen muss. Insbesondere bei der Buchhaltung aus der Cloud dürfen Leistungsstörungen nicht für die Kunden zu einem Nachteil werden. Sollte dies der Fall sein, so lohnt es sich, auf die Durchsetzung der eigenen Rechte zu bestehen.

Für hochwertige Anbieter entscheiden

Für jede Art von Buchhaltungssoftware ist es wichtig, dass diese von hoher Qualität ist. Im Unternehmen erfüllt sie sensible Aufgaben. Zu jeder Zeit muss sich nicht nur die zuständige Abteilung vollständig auf die Qualität und Leistung der Buchhaltungssoftware verlassen können. Umso wichtiger ist es, sich in einem ersten Schritt einen Überblick über die verfügbaren Anbieter zu verschaffen. Ein guter Einstieg in das Thema Buchhaltungssoftware ist hier auf dieser Seite zu finden. Anschließend sollte es kein Problem sein, einen Anbieter zu finden, der genau zu den eigenen Vorstellungen passt.

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Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Provider der Cloud die Bestimmungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationswirtschaft (BSI) auf jeden Fall umsetzt. Ebenso müssen die Regeln der Datenschutz-Grundverordnung und des des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ebenfalls in Gänze eingehalten werden.

Falsche Verarbeitung der Auftragsdaten

Komplexer wird es, wenn eine falsche Verarbeitung von Auftragsdaten bei der Buchhaltungssoftware auftritt. Dieses Risiko kann stark minimiert werden, wenn ein Anbieter gewählt wird, der die oben genannten Anforderungen auf ganzer Linie erfüllt. In diesem Fall haben Unternehmen die Möglichkeit, die Leistungen mit gutem Gewissen für sich in Anspruch zu nehmen.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Fehler bei der Datenverarbeitung, also zum Beispiel zu einem Datenverlust, muss der ursächliche Umstand genauer untersucht werden. Hier stellt sich die Frage, ob der Provider der Cloud diesen zu vertreten hat. Ist dies der Fall, so ist er zur Haftung verpflichtet. Liegt der Fehler jedoch beim Unternehmen, zum Beispiel im Rahmen einer Fehlbedienung oder durch einen zu unachtsamen Umgang mit den Daten, liegt die Haftung meist beim Eigentümer der Dateien, also dem Unternehmen.

Standort der Server

Für Anwendungen wie die Buchhaltungssoftware ist es besonders wichtig, dass die Server der dazugehörigen Cloud gut zu verorten sind. Diese sollten sich innerhalb Deutschlands befinden, auch wenn dies unter Umständen höhere Kosten zur Folge hat. Dafür sichern sich die Kunden eine höhere rechtliche Sicherheit als bei solchen Vorgängen, die mehrere Grenzen überschreiten und damit nicht mehr genau zugeordnet werden können. Eine vertragliche Zusicherung des Standorts ist sehr zu empfehlen.

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