Das Finanz­ge­richt – und die Aus­wer­tung der vor­lie­gen­den Akten

Zum Gesamt­ergeb­nis des Ver­fah­rens i.S. des § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO gehört auch die Aus­wer­tung des Inhalts der dem Gericht vor­lie­gen­den Akten 1.

Das Finanz­ge­richt – und die Aus­wer­tung der vor­lie­gen­den Akten

Ein Ver­stoß gegen den kla­ren Inhalt der Akten und damit eine Ver­let­zung des § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO ist gege­ben, wenn das Finanz­ge­richt sei­ner Ent­schei­dung einen Sach­ver­halt zugrun­de gelegt hat, der dem schrift­li­chen oder pro­to­kol­lier­ten Vor­brin­gen der Betei­lig­ten nicht ent­spricht, oder wenn es eine nach den Akten klar fest­ste­hen­de Tat­sa­che unbe­rück­sich­tigt gelas­sen hat und die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung dar­auf beruht 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 8. Mai 2017 – X B 78/​16

  1. BFH, Urteil vom 09.10.1985 – I R 163/​82, BFH/​NV 1986, 288[]
  2. BFH, Beschlüs­se vom 11.11.2010 – X B 159/​09, BFH/​NV 2011, 610, unter II. 2.; und vom 26.06.2013 – X B 244/​12, BFH/​NV 2013, 1578, unter II. 1.c[]