Das kla­ge­ab­wei­sen­de Pro­zes­s­ur­teil – und die Anschluss­re­vi­si­on der Finanz­be­hör­de

Die Anschluss­re­vi­si­on setzt eine Beschwer vor­aus 1.

Das kla­ge­ab­wei­sen­de Pro­zes­s­ur­teil – und die Anschluss­re­vi­si­on der Finanz­be­hör­de

Auf Sei­ten des Beklag­ten (hier: des BZSt) kommt es auf die sog. mate­ri­el­le Beschwer an, die z.B. dann gege­ben ist, wenn das Finanz­ge­richt einer Leis­tungs­kla­ge gegen die Finanz­be­hör­de ganz oder teil­wei­se statt­ge­ge­ben hat.

Hat das Finanz­ge­richt dage­gen die Kla­ge durch Sachur­teil anstatt durch Pro­zes­s­ur­teil abge­wie­sen, ist die Behör­de wegen der wei­ter gehen­den Rechts­kraft des Sachur­teils nicht mate­ri­ell beschwert 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Sep­tem­ber 2019 – I R 82/​17

  1. BFH, Urteil vom 29.10.2002 – VII R 48/​01, BFHE 200, 66, m.w.N.[]
  2. BFH, Urteil vom 06.10.2010 – II R 29/​09, BFH/​NV 2011, 603; BFH, Beschluss vom 23.12.2013 – IX R 6/​13, BFH/​NV 2014, 561; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 07.06.1977 – I C 20.74, HFR 1978, Nr. 253[]