Die Ein­kom­men­steu­er und schwei­zer Rech­te an deut­schen Sport­ver­an­stal­tun­gen

Über­lässt eine im Aus­land ansäs­si­ge Gesell­schaft einer inlän­di­schen Rund­funk­an­stalt Live-Fern­seh­über­tra­gungs­rech­te an inlän­di­schen Sport­ver­an­stal­tun­gen zur Aus­strah­lung im Inland, so erzielt sie mit den dafür erhal­te­nen Ver­gü­tun­gen Ein­künf­te durch im Inland ver­wer­te­te sport­li­che Dar­bie­tun­gen i.S. des § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d EStG 2002, die gemäß § 50a Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStG 2002 dem Steu­er­ab­zug unter­lie­gen. Das gilt auch dann, wenn die aus­län­di­sche Gesell­schaft die Rech­te ihrer­seits von dem ori­gi­nä­ren Rech­te­inha­ber erwor­ben hat.

Die Ein­kom­men­steu­er und schwei­zer Rech­te an deut­schen Sport­ver­an­stal­tun­gen

Erhält eine in der Schweiz ansäs­si­ge Gesell­schaft Ver­gü­tun­gen für die Über­las­sung von Live-Fern­seh­über­tra­gungs­rech­ten an inlän­di­schen Sport­ver­an­stal­tun­gen, so dür­fen die­se nach dem DBA-Schweiz nicht in Deutsch­land besteu­ert wer­den 1.

Den Wider­ruf einer auf­grund der Rege­lung eines Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens erteil­ten Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung i.S. des § 50d Abs. 2 Satz 1 EStG 2002 kann der Ver­gü­tungs­schuld­ner anfech­ten.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 4. März 2009 – I R 6/​07

  1. ent­ge­gen BMF-Schrei­ben vom 30. Mai 1995, BSt­Bl I 1996, 89, dort Tz. 6[]