Schwei­zer Bank­ge­heim­nis – löch­rig wie Schwei­zer Käse

Das schwei­ze­ri­sche Bank­ge­heim­nis brö­ckelt immer mehr. Letz­ten Don­ners­tag hat die Schweiz mit Frank­reich ein revi­dier­tes Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men unter­zeich­net, das nun­mehr auch eine erwei­ter­te Amts­hil­fe bei Steu­er­flucht ent­spre­chend den OECD-Stan­dards vor­sieht. Bis­her hat­te die Schweiz eine Amts­hil­fe bei ein­fa­cher Steu­er­flucht stets abge­lehnt. Bereits im Vor­feld des Unter­zeich­nung des neu­en Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­mens hat­te die Schweiz an Frank­reich nach Pres­se­be­rich­ten 3.000 Kon­to­da­ten-Sät­ze gelie­fert.

Schwei­zer Bank­ge­heim­nis – löch­rig wie Schwei­zer Käse

Das neue Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men bedarf zwar noch der Rati­fi­zie­rung, muss also auch noch von der schwei­zer Bun­des­ver­samm­lung geneh­migt wer­den. Den­noch dürf­te es nun wohl auch nur noch eine Fra­ge der Zeit sein, bis die Schweiz steu­er­li­che Aus­künf­te im "OECD-Standard"-Umfang auch an die deut­sche Finanz­ver­wal­tung lie­fert.

Wir wol­len trau­en auf den höchs­ten Gott
und uns nicht fürch­ten vor der Macht der Men­schen.

heißt es im legen­dä­ren Rüt­li­schwur. Für die Macht der benach­bar­ten Finanz­mi­nis­ter und ihrer ange­droh­ten "Fol­ter­werk­zeu­ge" scheint das nicht zu gel­ten…