Steu­er­aus­künf­te von den Ber­mu­da

Der deut­sche Bot­schaf­ter in Lon­don, Georg Boom­gaar­den, und die stell­ver­tre­ten­de Pre­mier­mi­nis­te­rin Ber­mu­das, Pau­la Cox, haben in Lon­don ein Abkom­men über den Aus­kunfts­aus­tausch in Steu­er­sa­chen unter­zeich­net.

Steu­er­aus­künf­te von den Ber­mu­da

Das Abkom­men über Aus­kunfts­aus­tausch in Steu­er­sa­chen berech­tigt jede Par­tei, die ande­re Par­tei um Aus­künf­te in Steu­er­sa­chen zu ersu­chen. Das Abkom­men bestä­tigt die Ver­pflich­tung bei­der Par­tei­en zu einem offe­nen und fai­ren Steu­er­wett­be­werb und ins­be­son­de­re zur Umset­zung der Stan­dards, wie sie die Orga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (OECD) im Rah­men ihres Pro­gramms zur Ein­däm­mung des schäd­li­chen Steu­er­wett­be­werbs ent­wi­ckelt hat.

Das bedeu­tet:

  • Für die Besteue­rung rele­van­te Infor­ma­tio­nen müs­sen zugäng­lich sein (das gilt auch für Bank­in­for­ma­tio­nen), und zwar auch dann, wenn noch kei­ne straf­recht­li­chen Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet sind, und
  • die­se Infor­ma­tio­nen müs­sen auf Ersu­chen einer aus­län­di­schen Finanz­be­hör­de zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kön­nen.

Damit hat sich ein wei­te­res Steu­er­schlupf­loch geschlos­sen.