Der vom Finanz­ge­richt über­gan­ge­ne Sach­an­trag

Nur wenn das Urteil ohne münd­li­che Ver­hand­lung ergan­gen ist, ist das Über­ge­hen des Sach­an­trags als Ver­fah­rens­rüge im Ver­fah­ren der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gel­tend zu machen 1.

Der vom Finanz­ge­richt über­gan­ge­ne Sach­an­trag

Ist dage­gen das Urteil auf­grund münd­li­cher Ver­hand­lung ergan­gen, kann das Über­ge­hen eines Sach­an­trags nur mit dem (frist­ge­bun­de­nen) Antrag nach § 109 FGO auf Ergän­zung des Urteils und nicht im Rah­men der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gegen das Urteil gel­tend gemacht wer­den 2.

Dar­über ent­schei­det das Finanz­ge­richt in eige­ner Zustän­dig­keit ggf. durch Ergän­zungs­ur­teil 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 30. August 2016 – II B 100/​15

  1. vgl. BFH, Beschluss vom 29.08.2003 – III B 105/​02, BFH/​NV 2004, 178[]
  2. vgl. BFH, Beschluss vom 26.06.2013 – X B 244/​12, BFH/​NV 2013, 1578, Rz 20, m.w.N.[]
  3. Gräber/​Ratschow, Finanz­ge­richts­ord­nung, 8. Aufl., § 109 Rz 8[]