„Der Steu­er­be­scheid in Ihrer Post ist falsch“

Teilt der Sach­be­ar­bei­ter nach Auf­ga­be des Steu­er­be­scheids zur Post, aber vor des­sen Zugang, den Emp­fangs­be­voll­mäch­tig­ten tele­fo­nisch mit, der Bescheid sei falsch und sol­le des­halb nicht bekannt­ge­ge­ben wer­den, wird der Bescheid trotz des spä­te­ren Zugangs nicht wirk­sam.

„Der Steu­er­be­scheid in Ihrer Post ist falsch“

Nimmt ein nicht zur Ent­ge­gen­nah­me von Wil­lens­er­klä­run­gen ermäch­tig­ter Mit­ar­bei­ter der Emp­fangs­be­voll­mäch­tig­ten die Mit­tei­lung ent­ge­gen, ist die­se den Emp­fangs­be­voll­mäch­tig­ten zu dem Zeit­punkt zuge­gan­gen, zu dem unter regel­mä­ßi­gen Umstän­den damit zu rech­nen ist, dass der Mit­ar­bei­ter als Emp­fangs­bo­te die Mit­tei­lung wei­ter­lei­tet.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 28. Mai 2009 – III R 84/​06