Der über­gan­ge­ne Schrift­satz

Die Rüge, das Finanz­ge­richt habe Schrift­sät­ze und Zeu­gen­aus­sa­gen nicht zur Kennt­nis genom­men, macht sinn­ge­mäß gel­tend, das Finanz­ge­richt habe ver­fah­rens­feh­ler­haft (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) sei­ne Über­zeu­gung nicht aus dem Gesamt­ergeb­nis des Ver­fah­rens gewon­nen (§ 96 Abs. 1 Satz 1 FGO),

Der über­gan­ge­ne Schrift­satz

Die schlüs­si­ge Rüge eines Ver­sto­ßes gegen § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO wegen Nicht­be­rück­sich­ti­gung des Inhalts der Akten erfor­dert indes­sen,

  • unter genau­er Anga­be der jewei­li­gen Schrift­stü­cke und Sei­ten­zah­len wesent­li­che Tat­um­stän­de zu benen­nen, die sich aus den Akten erge­ben; vom Finanz­ge­richt aber nicht berück­sich­tigt wor­den sind, und
  • dar­zu­le­gen, dass die Ent­schei­dung unter Zugrun­de­le­gung der mate­ri­ell-recht­li­chen Auf­fas­sung des Finanz­ge­richt auf der Nicht­be­rück­sich­ti­gung die­ser Akten­tei­le beru­hen kann 1.
  • Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 11. Okto­ber 2016 – III B 21/​16

  1. BFH, Beschluss vom 18.05.2011 – X B 124/​10, BFH/​NV 2011, 1838, Rz 17 f.; BFH, Beschluss vom 25.02.2014 – III B 155/​12, BFH/​NV 2014, 855, Rz 7[]