Die feh­len­den Urteils­grün­de

Gemäß § 105 Abs. 2 Nr. 4 und Nr. 5 FGO müs­sen Urtei­le einen Tat­be­stand ent­hal­ten und begrün­det wer­den.

Die feh­len­den Urteils­grün­de

Die Wie­der­ga­be der Ent­schei­dungs­grün­de dient der Mit­tei­lung der tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen und wesent­li­chen recht­li­chen Erwä­gun­gen, die aus der Sicht des Gerichts für die getrof­fe­ne Ent­schei­dung maß­ge­bend waren.

Ein Feh­len von Ent­schei­dungs­grün­den liegt des­halb nur vor, wenn den Betei­lig­ten die Mög­lich­keit ent­zo­gen ist, die getrof­fe­ne Ent­schei­dung auf ihre Rich­tig­keit und Recht­mä­ßig­keit hin zu über­prü­fen.

Das ist ins­be­son­de­re der Fall, wenn nicht erkenn­bar ist, wel­cher Sach­ver­halt der Ent­schei­dung zu Grun­de liegt, oder wenn nicht ersicht­lich ist, auf wel­che recht­li­chen Erwä­gun­gen sich die Ent­schei­dung stützt 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 27. Juni 2017 – X B 106/​16

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung des BFH, vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 05.01.2017 – VI B 8/​16, BFH/​NV 2017, 602, Rz 4, m.w.N.[]