Außen­prü­fung trotz hohen Alters

Der Steu­er­pflich­ti­ge kann sich nicht auf­grund sei­nes hohen Alters auf eine Unzu­läs­sig­keit der Außen­prü­fung beru­fen.

Außen­prü­fung trotz hohen Alters

Die Gewähr­leis­tung des in § 85 AO nor­mier­ten ver­fas­sungs­recht­li­chen Gebots der Gleich­mä­ßig­keit der Besteue­rung (Art. 3 Abs. 1 GG, s.u.) wür­de beein­träch­tigt, wenn sich Steu­er­pflich­ti­ge ab einem bestimm­ten Alter der Über­prü­fung ihrer im Besteue­rungs­ver­fah­ren gemach­ten Anga­ben ent­zie­hen könn­ten.

Eine Recht­fer­ti­gung hier­für ist ins­be­son­de­re dann nicht gege­ben, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge, wie im vor­lie­gen­den Fall der Antrag­stel­ler, über aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Mit­tel ver­fügt, um einen Rechts­bei­stand mit der Wahr­neh­mung sei­ner Inter­es­sen im Zusam­men­hang mit der Außen­prü­fung zu beauf­tra­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 11. Janu­ar 2018 – VIII B 67/​17