Der hin­ter­zo­ge­ne Soli­da­ri­täts­zu­schlag – und sei­ne Ver­zin­sung

Auf den hin­ter­zo­ge­nen Soli­da­ri­täts­zu­schlag sind Hin­ter­zie­hungs­zin­sen nach § 235 AO fest­zu­set­zen.

Der hin­ter­zo­ge­ne Soli­da­ri­täts­zu­schlag – und sei­ne Ver­zin­sung

Der Soli­da­ri­täts­zu­schlag ist auch nicht des­halb vom Anwen­dungs­be­reich des § 235 AO aus­ge­schlos­se, weil es sich beim Soli­da­ri­täts­zu­schlag um eine Ergän­zungs­ab­ga­be und nicht um eine Steu­er han­deln wür­de.

§ 235 AO ist auf Steu­ern i.S. des § 3 Abs. 1 AO anwend­bar; sind die­se hin­ter­zo­gen wor­den, sind sie nach die­ser Vor­schrift zu ver­zin­sen. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat bereits ent­schie­den, dass es sich bei dem Soli­da­ri­täts­zu­schlag um eine – geson­dert neben der Ein­kom­men- und der Kör­per­schaft­steu­er – zu erhe­ben­de Steu­er han­delt 1. Wird der Soli­da­ri­täts­zu­schlag hin­ter­zo­gen, ist er daher nach § 235 AO zu ver­zin­sen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 3. Mai 2017 – II B 110/​16

  1. vgl. z.B. BFH, Urteil vom 21.07.2011 – II R 52/​10, BFHE 234, 250, BSt­Bl II 2012, 43, Rz 11[]