Die Kla­ge gegen den Ver­lust­fest­stel­lungs­be­scheid

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist die Kla­ge gegen einen Ver­lust­fest­stel­lungs­be­scheid, mit der ein nied­ri­ge­rer Ver­lust gel­tend gemacht wird, als von der Finanz­be­hör­de fest­ge­stellt, unzu­läs­sig 1, weil dem Steu­er­pflich­ti­gen durch die Fest­stel­lung eines zu hohen Ver­lusts kein Nach­teil ent­steht. Ent­spre­chen­des muss für den Bescheid über die Fest­stel­lung eines ver­blei­ben­den Ver­lust­ab­zugs gemäß § 18 Abs. 1 i.V.m. § 10 Abs. 3 Satz 5 AStG 2006, § 10d EStG gel­ten.

Die Kla­ge gegen den Ver­lust­fest­stel­lungs­be­scheid

Dass die Klä­ge­rin hier gel­tend macht, es sei man­gels hin­zu­re­chen­ba­rer Zwi­schen­ein­künf­te kein Raum für posi­ti­ve wie nega­ti­ve Fest­stel­lungs­be­schei­de, ändert nichts dar­an, dass sie durch den ange­foch­te­nen Bescheid kei­ne Nach­tei­le erlit­ten hat oder noch erlei­den könn­te.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. Okto­ber 2016 – I R 80/​14

  1. BFH, Urteil vom 21.10.2014 – I R 1/​13, BFH/​NV 2015, 690; vgl. auch BFH, Urteil vom 23.10.2013 – I R 55/​12, BFH/​NV 2014, 903[]