Dop­pel­be­steue­rung bei Divi­den­den

Einem EU-Mit­glieds­land ist es nach einem Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs erlaubt, die Divi­den­den gebiets­an­säs­si­ger Gesell­schaf­ten und die Divi­den­den in einem ande­ren Mit­glied­staat ansäs­si­ger Gesell­schaf­ten einem glei­chen ein­heit­li­chen Steu­er­satz zu unter­wer­fen. Auch muss kei­ne Anre­chen­bar­keit der im Wege der Quel­len­steu­er in die­sem ande­ren Mit­glied­staat erho­be­nen Steu­er vor­ge­se­hen wer­den.

Dop­pel­be­steue­rung bei Divi­den­den

Arti­kel 73b Absatz 1 EG-Ver­trag (jetzt Arti­kel 56 Absatz 1 EG) steht dem Recht eines Mit­glied­staats wie dem bel­gi­schen Steu­er­recht nicht ent­ge­gen, das im Rah­men der Ein­kom­men­steu­er die Divi­den­den im Gebiet die­ses Staa­tes ansäs­si­ger Gesell­schaf­ten und die Divi­den­den in einem ande­ren Mit­glied­staat ansäs­si­ger Gesell­schaf­ten einem glei­chen ein­heit­li­chen Steu­er­satz unter­wirft, ohne eine Anrech­nung der im Wege der Quel­len­steu­er in die­sem ande­ren Mit­glied­staat erho­be­nen Steu­er vor­zu­se­hen.

Euro­päi­scher Gerichts­hof, Urteil vom 14.11.2006 – C‑513/​04