Auf­wen­dun­gen bei abge­kürz­tem Ver­trags­weg

Im Bereich der Abzieh­bar­keit von Auf­wen­dun­gen bei abge­kürz­tem Ver­trags­weg möch­te das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um ein Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs vom Novem­ber 2005 nicht anwen­den.

Auf­wen­dun­gen bei abge­kürz­tem Ver­trags­weg

Die Abzieh­bar­keit von Auf­wen­dun­gen als Wer­bungs­kos­ten soll sich nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums beim abge­kürz­ten Ver­trags­weg wei­ter­hin nach den älte­ren BFH-Urtei­len vom 13.03.1996 (BSt­Bl II S. 375) und vom 24.02.2000 (BSt­Bl II S. 314) rich­ten. Danach sind in den Fäl­len des abge­kürz­ten Ver­trags­wegs aus­nahms­wei­se Auf­wen­dun­gen als sol­che des Steu­er­pflich­ti­gen abzieh­bar, bei denen es sich um Bar­ge­schäf­te des täg­li­chen Lebens han­delt. Ent­spre­chen­des gilt für den Betriebs­aus­ga­ben­ab­zug nach § 4 Abs. 4 EStG.

Nicht­an­wen­dungs­er­lass des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums vom 9. August 2006 – IV C 3 – S 2211 – 21/​06 – zum BFH-Urteil vom 15. Novem­ber 2005 – IX R 25/​03