Kapi­tal­ertrags­steu­er­erstat­tung bei funk­ti­ons­lo­ser Aus­land­s­hol­di­gung

Bei der Fra­ge der Erstat­tung von ein­be­hal­te­nen Kapi­tal­ertrags­steu­ern an aus­län­di­sche Hol­ding­ge­sell­schaf­ten ist der Bun­des­fi­nanz­hof nun von sei­ner eige­nen bis­he­ri­gen Recht­spre­chung abge­rückt:

Kapi­tal­ertrags­steu­er­erstat­tung bei funk­ti­ons­lo­ser Aus­land­s­hol­di­gung

Einer nie­der­län­di­schen Kapi­tal­ge­sell­schaft, die inner­halb eines eben­falls in den Nie­der­lan­den ansäs­si­gen aktiv täti­gen Kon­zerns auf Dau­er als Hol­ding­ge­sell­schaft aus­ge­glie­dert wird, ist die Steu­er­ent­las­tung gemäß § 50d Abs. 1 Satz 1 EStG 1990/​1994 auch dann nicht nach § 50d Abs. 1a EStG 1990/​1994 zu ver­sa­gen, wenn an ihr Per­so­nen betei­ligt sind, denen die Steu­er­ent­las­tung nicht zustän­de, wenn sie die Ein­künf­te unmit­tel­bar erziel­ten.

BFH, Urteil vom 31.05.2005 – I R 74, 88/​04