Abzugs­fä­hig­keit von Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten

Schuld­zin­sen sind nur dann als Wer­bungs­kos­ten abzugs­fä­hig, wenn die Dar­lehns­mit­tel zur Erzie­lung von Ein­künf­ten ver­wen­det wur­den.

Abzugs­fä­hig­keit von Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten

Die Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang Schuld­zin­sen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung (§ 21 EStG) als Wer­bungs­kos­ten abge­zo­gen wer­den kön­nen, auch wenn die Aus­ga­ben zunächst aus eige­nen Mit­teln bestrit­ten wer­den und spä­ter ein Dar­le­hen zur Finan­zie­rung von nicht der Ein­künf­te­er­zie­lung die­nen­den Auf­wen­dun­gen auf­ge­nom­men wer­den muss, ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs geklärt.

Maß­geb­lich ist, ob die Dar­le­hens­mit­tel zur Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung auf­ge­nom­men und tat­säch­lich ver­wen­det wor­den sind.

Wer­den die Dar­le­hens­mit­tel zur Finan­zie­rung von Auf­wen­dun­gen für das pri­vat genutz­te Ein­fa­mi­li­en­haus ver­wen­det, sind die damit zusam­men­hän­gen­den Schuld­zin­sen nicht abzugs­fä­hig.

Die Fest­stel­lung, wofür die Dar­le­hens­mit­tel im Ein­zel­fall tat­säch­lich ver­wen­det wor­den sind, obliegt dem Finanz­ge­richt als Tat­sa­chen­in­stanz 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 27. April 2015 – IX B 130/​14

  1. stän­di­ge Recht­spre­chung, vgl. u.a. BFH, Urtei­le vom 24.10.2012 – IX R 35/​11, BFH/​NV 2013, 522, unter II. 1.; und vom 25.02.2009 – IX R 52/​07, BFH/​NV 2009, 1255, unter II. 1.; vgl. auch Schmidt/​Loschelder, EStG, 34. Aufl., § 9 Rz 140[]