Änderung eines Investitionszulagenbescheids – und das rückwirkende Ereignis

12. Oktober 2017 | Einkommensteuer (Betrieb)
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Die Änderung eines Investitionszulagenbescheids nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 AO setzt grundsätzlich voraus, dass ein (rückwirkendes) Ereignis nachträglich eingetreten ist.

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH muss das (rückwirkende) Ereignis nachträglich eintreten, da nur in diesem Fall die Notwendigkeit besteht, die Bestandskraft zu durchbrechen.

Konnte das Ereignis bei Erlass des betreffenden Bescheids bereits berücksichtigt werden, greift § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO nicht ein1.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 18. Mai 2017 – III R 20/14

  1. vgl. z.B. BFH, Urteile vom 10.07.2002 – I R 69/00, BFH/NV 2002, 1545, unter II. 1., m.w.N.; und vom 16.06.2015 – IX R 30/14, BFHE 250, 305, BStBl II 2017, 94, Rz 17, m.w.N.

 
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