Alters­frei­be­trag bei der Betriebs­ver­äu­ße­rung

Zu den steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­ten zählt gemäß § 16 EStG auch der Gewinn aus einer Betriebs­ver­äu­ße­rung. Ist der ver­kau­fen­de Betriebs­in­ha­ber aller­dings min­des­tens 55 Jah­re alt oder ist er im sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Sin­ne dau­ernd berufs­un­fä­hig, so wird gemäß § 16 Abs. 4 EStG auf sei­nen Antrag hin nur der 45.000 € über­stei­gen­de Ver­äu­ße­rungs­ge­winn der Ein­kom­men­steu­er unter­wor­fen. Die­ser Frei­be­trag ist dem Steu­er­pflich­ti­gen nur ein­mal zu gewäh­ren und redu­ziert sich um den Betrag, um den der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn 136.000 € über­steigt.

Alters­frei­be­trag bei der Betriebs­ver­äu­ße­rung

Die­ser Frei­be­trag nach § 16 Abs. 4 EStG wird, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schied, per­so­nen­be­zo­gen gewährt; er steht dem Steu­er­pflich­ti­gen daher für alle Gewinn­ein­kunfts­ar­ten nur ein­mal zu.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 21. Juli 2009 – X R 2/​09

  1. vgl. Fischer, StGB, 66. Aufl., § 20 Rn. 24a f.[]