Ans­parab­schrei­bung für „Rest­be­trieb“

Ver­äu­ßert ein Steu­er­be­ra­ter sei­nen Man­dan­ten­stamm als (ein­zi­ge) wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge, behält sich aber ein­zel­ne von ihm auch künf­tig betreu­te Man­da­te zurück und/​oder ist er für den Erwer­ber des Man­dan­ten­stam­mes wei­ter­hin als Steu­er­be­ra­ter selb­stän­dig tätig, kann er im Jahr vor der beab­sich­tig­ten Ver­äu­ße­rung eine sog. Anspar­rück­la­ge bil­den, sofern unter den gege­be­nen Umstän­den noch mit einer Anschaf­fung der bezeich­ne­ten Wirt­schafts­gü­ter für den “Rest­be­trieb” zu rech­nen ist.

Ans­parab­schrei­bung für „Rest­be­trieb“

Eine Anspar­rück­la­ge kann ins­be­son­de­re nicht mehr gebil­det wer­den, wenn die vor­aus­sicht­lich im “Rest­be­trieb” aus­ge­üb­te Tätig­keit nicht mehr der in der bis­he­ri­gen Steu­er­be­ra­ter­pra­xis aus­ge­üb­ten ent­spre­chen wird, man­gels Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht der “Rest­be­trieb” vor­aus­sicht­lich eine sog. Lieb­ha­be­rei sein wird oder das anzu­schaf­fen­de Wirt­schafts­gut auf­grund sei­ner vor­aus­sicht­lich über­wie­gen­den pri­va­ten Nut­zung nicht zum not­wen­di­gen oder gewill­kür­ten Betriebs­ver­mö­gen des “Rest­be­trie­bes” gehö­ren wird.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 1. August 2007 – XI R 47/​06