Anspar­rück­la­ge für gleich­ar­ti­ge Wirt­schafts­gü­ter

Die Bil­dung der Anspar­rück­la­ge nach § 7g Abs. 3 EStG setzt nicht vor­aus, dass der vor­aus­sicht­li­che Inves­ti­ti­ons­zeit­punkt in der Buch­füh­rung oder in den Auf­zeich­nun­gen für die Gewinn­ermitt­lung aus­ge­wie­sen wird.

Anspar­rück­la­ge für gleich­ar­ti­ge Wirt­schafts­gü­ter

Wur­den für die Anschaf­fung von gleich­ar­ti­gen Wirt­schafts­gü­tern Anspar­rück­la­gen nach § 7g Abs. 3 EStG in Anspruch genom­men, ohne dass der Steu­er­pflich­ti­ge die vor­geb­lich geplan­ten Inves­ti­tio­nen inner­halb des gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Zwei-Jah­res-Zeit­raums vor­nahm, so kön­nen für die­sel­ben Wirt­schafts­gü­ter nur dann erneu­te Rück­la­gen gebil­det wer­den, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge plau­si­ble Grün­de dafür anfüh­ren kann, war­um die Inves­ti­tio­nen trotz gegen­tei­li­ger Bekun­dung sei­ner Inves­ti­ti­ons­ab­sicht bis­lang nicht durch­ge­führt wur­den, gleich­wohl aber wei­ter­hin geplant sei­en. Das­sel­be gilt regel­mä­ßig auch dann, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge bei der wie­der­hol­ten Bil­dung der Rück­la­gen die Anzahl der­je­ni­gen Wirt­schafts­gü­ter erhöht, für die er schon bis­her Rück­la­gen in Anspruch genom­men hat­te.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. Okto­ber 2007 – X R 1/​06