Anteils­über­tra­gung und Son­der­be­triebs­ver­mö­gen

In einem Urteil aus dem August 2005 hat der Bun­des­fi­nanz­hof bestä­tigt, dass auch eine Bruch­teils­ge­mein­schaft ohne Gesamt­hands­ver­mö­gen Besitz­ge­sell­schaft einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betriebs­auf­spal­tung sein kann; zumin­dest "kon­klu­dent" nimmt der BFH dabei die Grün­dung einer GbR an. Das Bruch­teils­ei­gen­tum wird folg­lich zu Son­der­be­triebs­ver­mö­gen I der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft, wel­che als "Qua­si-Wil­lens­bil­dungs-GbR" kein ori­gi­nä­res Gesamt­hands­ver­mö­gen besitzt. Mit der Ände­rung der steu­er­li­chen Zuord­nung des Son­der­be­triebs­ver­mö­gens, das zivil­recht­lich auch wei­ter­hin im Bruch­teils­ei­gen­tum der Gesell­schaf­ter steht, fin­det kein Rechts­trä­ger­wech­sel auf die Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft statt. Dem­zu­fol­ge kann das Bruch­teils­ei­gen­tum nicht in das Gesamt­hands­ver­mö­gen der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft gelan­gen, son­dern ist viel­mehr als deren Son­der­be­triebs­ver­mö­gen zu behan­deln.

Anteils­über­tra­gung und Son­der­be­triebs­ver­mö­gen

Die Kon­se­quen­zen hier­aus zieht das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um nun in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Rund­schrei­ben an die Län­der­fi­nanz­be­hör­den, das im Inter­net-Ange­bot des BMF online zu fin­den ist.

Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen-Schrei­ben vom 7. Dezem­ber 2006 – IV B 2 – S 2241 – 53/​06