Aus­ein­an­der­set­zung einer bäu­er­li­chen Erben­ge­mein­schaft – und die Betriebsaufgabe

Ein land­wirt­schaft­li­cher (Eigentums-)Betrieb wird mit der Über­tra­gung sämt­li­cher land­wirt­schaft­li­cher Nutz­flä­chen an Drit­te auf­ge­ge­ben1.

Aus­ein­an­der­set­zung einer bäu­er­li­chen Erben­ge­mein­schaft – und die Betriebsaufgabe

Dies gilt auch dann, wenn das land- und forst­wirt­schaft­li­che Betriebs­ver­mö­gen des Erb­las­sers nach sei­nem Tod auf sei­ne (nicht mit­un­ter­neh­me­risch ver­bun­de­nen) Erben auf­ge­teilt wird2.

Im hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall wur­de der land­wirt­schaft­li­che Betrieb im Zuge der Erbaus­ein­an­der­set­zung indes­sen nicht zer­schla­gen, son­dern im Gan­zen gemäß § 7 Abs. 1 EStDV a.F., nun­mehr § 6 Abs. 3 EStG, auf einen Erben über­tra­gen3. Die wei­te­ren Flur­stü­cke, die die ande­ren Erben bei der Aus­ein­an­der­set­zung der Erben­ge­mein­schaft erhiel­ten, gehör­ten zu die­sem Zeit­punkt bereits nicht mehr zum land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs­ver­mö­gen, da Erb­las­ser sie schon in den 1970er Jah­ren aus sei­nem Betrieb ent­nom­men hatte.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 31. März 2021 – VI R 30/​18

  1. BFH, Urteil vom 16.12.2009 – IV R 7/​07, BFHE 228, 59, BStBl II 2010, 431; BFH, Urtei­le vom 16.11.2017 – VI R 63/​15, BFHE 260, 138, Rz 13; und vom 17.05.2018 – VI R 66/​15, BFHE 262, 33, Rz 22[]
  2. BFH, Urtei­le vom 26.09.2013 – IV R 16/​10, Rz 22; und vom 14.07.2016 – IV R 19/​13, Rz 21[]
  3. s. dazu BFH, Urteil vom 17.05.2018 – VI R 73/​15, Rz 40[]

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