Betei­li­gung des Besitz­un­ter­neh­mens an der Betriebs­ge­sell­schaft

Die Antei­le des Besitz­un­ter­neh­mers und beherr­schen­den Gesell­schaf­ters der Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft an einer ande­ren Kapi­tal­ge­sell­schaft, wel­che inten­si­ve und dau­er­haf­te Geschäfts­be­zie­hun­gen zur Betriebs­ka­pi­tal­ge­sell­schaft unter­hält, gehö­ren zum not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen des Besitz(einzel-)unternehmens.

Betei­li­gung des Besitz­un­ter­neh­mens an der Betriebs­ge­sell­schaft

Gewährt der Besitz­un­ter­neh­mer die­ser ande­ren Kapi­tal­ge­sell­schaft zu deren Stüt­zung in der Kri­se (vgl. § 32a Abs. 1 GmbHG) ein Eigen­ka­pi­tal erset­zen­des Dar­le­hen, so gehört der Anspruch auf Rück­zah­lung grund­sätz­lich eben­falls zum not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen des Besitz(einzel-)unternehmens.

Anders als im Anwen­dungs­be­reich des § 17 EStG führt die betrieb­lich ver­an­lass­te Gewäh­rung eines Eigen­ka­pi­tal erset­zen­den Dar­le­hens des Gesell­schaf­ters an sei­ne Kapi­tal­ge­sell­schaft, deren Antei­le der Gesell­schaf­ter in sei­nem Betriebs­ver­mö­gen hält, grund­sätz­lich nicht zu nach­träg­li­chen Anschaf­fungs­kos­ten des Gesell­schaf­ters auf die Betei­li­gung. Die ent­spre­chen­de Dar­le­hens­for­de­rung ist viel­mehr ein eigen­stän­di­ges Wirt­schafts­gut des Betriebs­ver­mö­gens.

BHF, Urteil vom 20. April 2005 – X R 2/​03