Betriebs­auf­ga­be – durch Ver­lust der gewerb­li­chen Prägung

Eine Betriebs­auf­ga­be i.S. des § 16 Abs. 3 EStG liegt auch dann vor, wenn eine gewerb­lich gepräg­te Per­so­nen­ge­sell­schaft ihre gewerb­li­che Prä­gung verliert.

Betriebs­auf­ga­be – durch Ver­lust der gewerb­li­chen Prägung

Der Weg­fall der gewerb­li­chen Prä­gung einer Per­so­nen­ge­sell­schaft ist als Betriebs­auf­ga­be zu behan­deln. Denn eine Betriebs­auf­ga­be i.S. des § 16 Abs. 3 EStG liegt auch dann vor, wenn eine gewerb­lich gepräg­te Per­so­nen­ge­sell­schaft (hier: durch den Wech­sel einer natür­li­chen Per­son in die Stel­lung eines Kom­ple­men­tärs) ihre gewerb­li­che Prä­gung ver­liert1.

Die Per­so­nen­ge­sell­schaft erziel­te fort­an Ein­künf­te aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung aus den Immo­bi­li­en­ob­jek­ten, die sich nun­mehr (wie­der) in ihrem (pri­va­ten) Gesamt­hand­s­ver­mö­gen befanden.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Febru­ar 2021 – IX R 13/​19

  1. vgl. BFH, Urteil vom 14.03.2007 – XI R 15/​05, BFHE 217, 438, BStBl II 2007, 924; R 16 Abs. 2 Satz 6 der Ein­kom­men­steu­er-Richt­li­ni­en ‑EStR‑, ab den Ein­kom­men­steu­er-Ände­rungs­richt­li­ni­en 2012 vom 25.03.2013, BStBl I 2013, 276: R 16 Abs. 2 Satz 5 EStR; Blümich/​Schallmoser, § 16 EStG Rz 452[]

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