Betriebs­auf­ga­be­ge­winn bei rück­wir­ken­der Auf­ga­be­er­klä­rung

Soweit die Finanz­ver­wal­tung die Ermitt­lung des Betriebs­auf­ga­be­ge­winns auf einen –längs­tens drei Mona­te– zurück­lie­gen­den Zeit­punkt zulässt (nun­mehr R 139 Abs. 5 Satz 13 der Ein­kom­men­steu­er­richt­li­ni­en 2003), han­delt es sich hier­bei nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht um die steu­er­li­che Aner­ken­nung einer rück­wir­kend erklär­ten Betriebs­auf­ga­be, son­dern um die Über­tra­gung von Wer­ten, die für einen frü­he­ren Zeit­punkt ermit­telt wer­den, auf den Betriebs­auf­ga­be­zeit­punkt. Eine sol­che Über­tra­gung von Wer­ten ist aber nur zuläs­sig, wenn zwi­schen­zeit­lich kei­ne bedeu­ten­den Wert­ver­än­de­run­gen ein­ge­tre­ten sind.

Betriebs­auf­ga­be­ge­winn bei rück­wir­ken­der Auf­ga­be­er­klä­rung

Im Fall einer Betriebs­ver­pach­tung gilt eine Betriebs­auf­ga­be im Zwei­fel ohne­dies erst mit dem Zugang der Betriebs­auf­ga­be­er­klä­rung beim FA als voll­zo­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 18. August 2005 – IV R 9/​04