Betriebs­un­ter­bre­chung bei Besitz­un­ter­neh­men

Eine Betriebs­un­ter­bre­chung im enge­ren Sin­ne und kei­ne Auf­ga­be des Gewer­be­be­triebs kann bei dem vor­ma­li­gen Besitz­un­ter­neh­men auch dann vor­lie­gen, wenn das Betriebs­un­ter­neh­men die wer­ben­de Geschäfts­tä­tig­keit end­gül­tig ein­ge­stellt hat.

Betriebs­un­ter­bre­chung bei Besitz­un­ter­neh­men

Von der Absicht, den Betrieb inner­halb eines über­schau­ba­ren Zeit­raums in gleich­ar­ti­ger oder ähn­li­cher Wei­se wie­der auf­zu­neh­men, ist aus­zu­ge­hen, solan­ge die Fort­set­zung objek­tiv mög­lich ist und eine ein­deu­ti­ge Auf­ga­be­er­klä­rung nicht abge­ge­ben wird; die Fort­set­zung ist objek­tiv mög­lich, solan­ge das vor­ma­li­ge Besitz­un­ter­neh­men sämt­li­che für den Betrieb wesent­li­chen Betriebs­grund­la­gen unver­än­dert zurück­be­hält.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. März 2006 – VIII R 80/​03