Bilanz­be­rich­ti­gung bei Recht­spre­chungs­än­de­run­gen

Durch Wech­sel in der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung, etwa infol­ge neu­er Anwen­dungs­er­las­se oder wegen Ände­run­gen in der Recht­spre­chung, kön­nen ein­zel­ne Posi­tio­nen der Bilanz feh­ler­haft wer­den. Hier­zu ver­tre­ten die Ober­fi­nanz­di­rek­tio­nen Mün­chen und Nürn­berg nun­mehr jedoch die Ansicht, dass ein Bilanz­an­satz regel­mä­ßig dann nicht feh­ler­haft ist, wenn er im Zeit­punkt der Bilanz­auf­stel­lung der jeweils herr­schen Ver­wal­tungs­auf­fas­sung bzw. der zu die­sem Zeit­punkt bekann­ten und im Bun­des­steu­er­blatt ver­öf­fent­lich­ten höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung ent­spricht.

Bilanz­be­rich­ti­gung bei Recht­spre­chungs­än­de­run­gen

Bei einer spä­te­ren Ände­rung der Ver­wal­tungs­auf­fas­sung oder der Recht­spre­chung ist kommt daher eine rück­wir­ken­de Berich­ti­gung der Bilan­zen selbst dann nicht in Fra­ge, wenn die Bilanz nach den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten noch änder­bar wären.

OFD Mün­chen, Ver­fü­gung vom 22.09.2004 – Az. S 2176 – 54 St 41/​42
OFD Nürn­berg, Ver­fü­gung vom 22.09.2004 – Az. S 2176 – 155/​St 31.