Boden­ge­winn­be­steue­rung

Durch eine Nut­zungs­än­de­rung ohne Ent­nah­me­er­klä­rung ver­lie­ren ursprüng­lich land­wirt­schaft­lich genutz­te Grund­stü­cke ihre Eigen­schaft als land­wirt­schaft­li­ches Betriebs­ver­mö­gen nur, wenn eine ein­deu­ti­ge Ent­nah­me­hand­lung vorliegt.

Boden­ge­winn­be­steue­rung

Ein zuvor zum not­wen­di­gen Betriebs­ver­mö­gen eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrie­bes gehö­ren­des Grund­stück schei­det nicht bereits dadurch aus dem Betriebs­ver­mö­gen aus, dass es als Bau­land behan­delt wird und im Hin­blick auf die gerin­ge Grö­ße und die umlie­gen­de Bebau­ung nicht mehr land­wirt­schaft­lich genutzt wer­den kann.

Die Ein­füh­rung der Boden­ge­winn­be­steue­rung ab 1. Juli 1970 führ­te nicht dazu, dass Grund­stü­cke, die zuvor in Fol­ge einer Nut­zungs­än­de­rung vom not­wen­di­gen zu gewill­kür­tem Betriebs­ver­mö­gen gewor­den waren, nur auf­grund einer erneu­ten Wid­mung Betriebs­ver­mö­gen blei­ben konnten.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. Mai 2009 – IV R 44/​06