Bürg­schaft des GmbH-Gesell­schaf­ters

Für Dar­lehn einer GmbH über­neh­men die auch im Unter­neh­men (etwa als Geschäfts­füh­rer) täti­gen Gesell­schaf­ter oft­mals eine Bürg­schaft. Wer­den sie aus die­ser Bürg­schaft etwa in der Kri­se der GmbH in Anspruch genom­men, kön­nen die­se Zah­lun­gen zumin­dest ein­kom­men­steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den. Aller­dings nach einem neu­en Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nur noch ein­ge­schränkt:

Bürg­schaft des GmbH-Gesell­schaf­ters

Denn nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs führt die­se Zah­lung des Gesell­schaf­ters nur inso­weit zu einer ver­deck­ten Ein­la­ge des Gesell­schaf­ters in das Ver­mö­gen der GmbH und damit zu nach­träg­li­chen Anschaf­fungs­kos­ten des Gesell­schaf­ters auf sei­ne GmbH-Betei­li­gung, als der im Zeit­punkt der Ablö­sung der Bürg­schaft bestehen­de Frei­stel­lungs­an­spruch des Bür­gen gegen die GmbH noch wert­hal­tig war.

Scha­de nur, daß die­se Zah­lun­gen regel­mä­ßig erst dann von den Ban­ken bei dem bür­gen­den Gesell­schaf­ter ange­for­dert wer­den, wenn sich die GmbH in der Kri­se befin­det und der Frei­stel­lungs­an­spruch damit nicht mehr wert­hal­tig ist. Ein Grund mehr, bei einer sich abzeich­nen­den Kri­se der GmbH früh­zei­tig tätig zu wer­den.

BFH, Urteil vom 31.05.2005 – X R 36/​02