Büro­eta­ge als wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge

In den Ver­an­la­gungs­zeit­räu­men 1996 und 1997 war eine tarif­be­güns­tig­te Ver­äu­ße­rung auch von Bruch­tei­len eines Mit­un­ter­neh­mer­an­teils gene­rell noch steu­er­recht­lich mög­lich, sofern gleich­zei­tig die zum not­wen­di­gen Son­der­be­triebs­ver­mö­gen gehö­ren­den wesent­li­chen Betriebs­grund­la­gen antei­lig mit­ver­äu­ßert wur­den.

Büro­eta­ge als wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge

Soweit der Bun­des­fi­nanz­hof im April 2000 erst­mals aus­drück­lich die Not­wen­dig­keit einer quo­ta­len Ver­äu­ße­rung auch des Son­der­be­triebs­ver­mö­gens für eine Tarif­be­güns­ti­gung aus­ge­spro­chen hat, lag dar­in kei­ne einen Ver­trau­ens­schutz begrün­den­de Ände­rung der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung. Eben­so wenig bestand eine bereits ein­deu­ti­ge, einen Ver­trau­ens­schutz eröff­nen­de höchst­rich­ter­li­che Recht­spre­chung hin­sicht­lich der Qua­li­fi­zie­rung rei­ner Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäu­de als wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge von Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 10. Juni 2008 – VIII R 79/​05