Der Streit um Höhe des Son­der­be­triebs­ge­winns – und die not­wen­di­ge Bei­la­dung des Mit­un­ter­neh­mers

ach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO sind Drit­te (not­wen­dig) bei­zu­la­den, wenn sie an dem strei­ti­gen Rechts­ver­hält­nis der­art betei­ligt sind, dass die Ent­schei­dung auch ihnen gegen­über nur ein­heit­lich erge­hen kann.

Der Streit um Höhe des Son­der­be­triebs­ge­winns – und die not­wen­di­ge Bei­la­dung des Mit­un­ter­neh­mers

Dies gilt nicht für Mit­be­rech­tig­te, die nach § 48 FGO nicht kla­ge­be­fugt sind.

Kla­gen nicht alle von meh­re­ren nach § 48 FGO Kla­ge­be­fug­ten, müs­sen des­halb die übri­gen Kla­ge­be­fug­ten mit Aus­nah­me sol­cher, die unter kei­nem denk­ba­ren Gesichts­punkt von dem Aus­gang des Rechts­streits betrof­fen sind, zum Ver­fah­ren bei­gela­den wer­den1.

Geht es dar­um, ob und ggf. in wel­cher Höhe ein Son­der­be­triebs­ge­winn eines Mit­un­ter­neh­mers fest­zu­stel­len ist, ist die­ser Mit­un­ter­neh­mer nach § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO kla­ge­be­fugt und für den Fall, dass er nicht selbst Kla­ge erhebt, nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO not­wen­dig bei­zu­la­den.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. April 2017 – IV R 25/​15

  1. z.B. BFH, Urteil vom 04.11.2003 – VIII R 38/​01, BFH/​NV 2004, 1372, unter II.A.