Divi­den­den von EU-Toch­ter­ge­sell­schaf­ten

Die Arti­kel 43 EG-Ver­trag und 31 des Abkom­mens über den Euro­päi­schen Wirt­schafts­raum ste­hen nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs einer Rege­lung eines Mit­glied­staats ent­ge­gen­ste­hen, nach der Finan­zie­rungs­auf­wen­dun­gen einer in die­sem Mit­glied­staat unbe­schränkt steu­er­pflich­ti­gen Mut­ter­ge­sell­schaft für den Erwerb von Betei­li­gun­gen an einer Toch­ter­ge­sell­schaft steu­er­lich nicht abzugs­fä­hig sind, soweit die­se Auf­wen­dun­gen auf Divi­den­den ent­fal­len, die von der Steu­er befreit sind, weil sie von einer in einem ande­ren Mit­glied­staat oder Ver­trags­staat des Abkom­mens ansäs­si­gen mit­tel­ba­ren Toch­ter­ge­sell­schaft stam­men, obwohl sol­che Auf­wen­dun­gen dann abzugs­fä­hig sind, wenn sie auf Divi­den­den ent­fal­len, die von einer mit­tel­ba­ren Toch­ter­ge­sell­schaft, die in dem­sel­ben Mit­glied­staat wie dem Staat des Geschäfts­sit­zes der Mut­ter­ge­sell­schaft ansäs­sig ist, aus­ge­schüt­tet wer­den und die fak­tisch eben­falls von der Steu­er ent­las­tet sind.

Divi­den­den von EU-Toch­ter­ge­sell­schaf­ten

EuGH, Urteil vom 23. Febru­ar 2006 – C‑471/​04 (Kel­ler Hol­ding)